Diskriminierungsformen

Das Hochschulbüro für ChancenVielfalt der LUH bietet Unterstützung und Beratung bei allen Formen von Diskriminierung. 

Unsere Beratung ist dabei durch einen intersektionalen Ansatz geprägt. Dieser berücksichtigt, dass Menschen aufgrund verschiedener Merkmale Mehrfachdiskriminierung erfahren können. Ziel ist es, die miteinander verschränkten oder sich überlagernde Diskriminierungsformen zu erkennen und zu adressieren, um eine umfassendere Unterstützung zu bieten. Die uns am häufigsten gemeldeten Diskriminierungsformen sind:

Sexismus

Sexismus bedeutet die Benachteiligung, Abwertung, Gewalt oder Unterdrückung einer Person oder Personengruppe aufgrund ihres Geschlechts bzw. Geschlechtsidentität. Am häufigsten sind Frauen sowie trans* und nicht-binäre Personen betroffen.

Sexismus an Hochschulen ist ein strukturelles Problem und hat viele Ausdrucksformen: u.a. sexuelle Belästigung, Unterrepräsentanz von Frauen in bestimmten Fakultäten und Statusgruppen, ungleiche Leistungsbewertung der Geschlechter.

Rassismus

Rassismus bedeutet die Diskriminierung, Gewalt, Ausgrenzung und Abwertung von Menschen aufgrund ihrer (vermeintlichen) ethnischen Herkunft oder ihres kulturellen Hintergrunds, ihres Aussehens, ihrer Kleidung, ihres Namens oder ihrer Sprache. 

Rassismus an Hochschulen ist ein strukturelles Problem und zeigt sich u.a. in: diskriminierender Sprache, der Unterrepräsentanz von BiPOC in allen Bereichen und Statusgruppen oder einer ungleichen Leistungsbewertung.

Antisemitismus

Antisemitismus bedeutet die Benachteiligung, Gewalt und Ausgrenzung gegenüber jüdischen Menschen und jüdischen Gemeinschaften. Er ist eine spezielle Form der religiösen, ethnischen und rassistischen Diskriminierung.

Antisemitismus ist auch an Hochschulen ein strukturelles Problem und hat unterschiedlichste Ausdrucksformen: Auswahl von Lehrinhalten, Ausschluss von jüdischen Studierenden oder Mitarbeitenden, Verbreitung von Verschwörungsideologien.  

Ableismus

Ableismus ist die Benachteiligung, Abwertung, Ausgrenzung und Unterdrückung von Menschen mit körperlichen und/oder psychischen Behinderungen. Sie werden dabei auf ihre Behinderungen reduziert und darauf basierend werden ihnen Fähigkeiten oder Eignung abgesprochen.

Ableismus zeigt sich in vielen Alltagssituationen aber auch strukturell an Hochschulen, z.B. Unterrepräsentanz von Menschen mit verschiedensten Behinderungen in allen Bereichen und Statusgruppen, fehlende Barrierefreiheit, Vorurteile über wissenschaftliche Befähigung.