Chancengleichheit
Geschlechtergerecht Formulieren

HANDREICHUNG FÜR GESCHLECHTERGERECHTES FORMULIEREN VON TEXTEN AN DER LEIBNIZ UNIVERSITÄT HANNOVER


Diese Handreichung informiert und macht Mut, sich den Herausforderungen einer diskriminierungsfreien, achtsamen und geschlechtergerechten Sprache zu stellen. Sie ist als Orientierung zu verstehen und gibt somit keine vereinheitlichte Sprachregelung vor. Je nach Text und Zielgruppe, ob Projektantrag, Hausarbeit, Pressemitteilung, Rundschreiben oder Protokoll, empfiehlt es sich, zu prüfen, wer in diesem Text angesprochen wird und was mit dem Text ausgesagt werden soll. Es wird beispielhaft erläutert, wie eine geschlechterdirekte Ansprache oder aber auch die Verwendung von neutralen Formulierungen möglich ist. Dabei muss eine geschlechtergerechte Sprache weder umständlich noch unnötig lang sein. Die gute Lesbarkeit von Texten wird verbessert.

Geschlechtergerechtes Formulieren von Texten

  • 1. Empfehlungen und Beispiele zur Beidnennung von Frauen und Männern

    In Texten, in denen konkrete Personen oder auch Personengruppen angesprochen werden, ist zu empfehlen, die Beidnennung von Frauen und Männern zu verwenden. Diese Variante entspricht dem Gleichstellungsauftrag und fördert die Gleichberechtigung. Frauen und Männer werden durch eine gendergerechte Sprache explizit sichtbar gemacht und erfahren eine gleichberechtigte Nennung. Bei der Beidnennung wird sich der Konjunktionen „und“ sowie „oder“ bedient, so dass klar hervorgeht, ob Frauen oder Männer oder Frauen und Männer gemeint sind. Auch beim Gebrauch von Anreden, Namen oder Titeln sollte darauf geachtet werden.

    Beispiele Einzelformen

    statt

    geschlechtergerecht

    Der Hochschulrat hat in seiner heutigen Sitzung drei neue Vizepräsidenten gewählt.

    Der Hochschulrat hat in seiner heutigen Sitzung eine neue Vizepräsidentin und zwei neue Vizepräsidenten gewählt.

    Das Treffen des Präsidenten und der Vizepräsidenten im Rahmen der Klausurtagung ist über die Geschäftsordnung geregelt.

    Das Treffen der Präsidentin oder des Präsidenten und der Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten im Rahmen der Klausurtagung ist über die Geschäftsordnung geregelt.

    Zur Promotion kann als Doktorand zugelassen werden, wer einen entsprechenden Studiengang abgeschlossen hat.

    Zur Promotion kann als Doktorandin oder Doktorand zugelassen werden, wer einen entsprechenden Studiengang abgeschlossen hat.

    Die Veranstaltung richtet sich an Doktoranden der MINT-Fächer.

    Die Veranstaltung richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden der MINT-Fächer

     

    Beispiele Paarformen

    statt

    geschlechtergerecht

    Dies gilt für alle Beamten in Elternzeit.

    Dies gilt für alle Beamtinnen und Beamten in Elternzeit.

    Alle Mitarbeiter können ihre Vorschläge

    einbringen.

    Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Vorschläge einbringen.

  • 2. Empfehlungen zur Verwendung geschlechtsneutraler Personenbezeichnungen.

    Lese- und schreibfreundlich ist die Verwendung von geschlechtsneutralen Personenbezeichnungen in längeren Texten. Hierdurch können auch häufige Wiederholungen verschiedener Personenbezeichnungen vermieden werden. Mit einem bewussten und kreativen Sprachgebrauch gelingen wertschätzende Umformulierungen.

    Beispiele

    statt

    geschlechterneutral

    Alle Mitarbeiter können ihre Vorschläge einbringen.

    Alle Beschäftigten können ihre Vorschläge einbringen.

    Der Kurs ist geeignet für Wirtschaftsingenieur(inn)/e(n) und Wirtschaftswissenschaftler(inn)nen

    Der Kurs ist geeignet für Promovierende aus den Bereichen Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften.

    Die Veranstaltung findet für Studenten der Pädagogik satt.

    Die Veranstaltung findet für Studierende der Pädagogik für zusätzlich statt.

    Maximal 20 Teilnehmer

    Maximal 20 Teilnehmende

  • 3. Empfehlungen zur Integration von Geschlechtervielfalt in Sprache

    Die Geschlechtervielfalt in der Gesellschaft ist sichtbarer geworden und durch die Änderung des Personenstandsgesetzes mit der Einführung der Geschlechtsbezeichnung divers von 2018 auch rechtlich verankert. Die aktuelle Herausforderung besteht darin, in der Sprache einen respektvollen Umgang mit der Geschlechtervielfalt zu entwickeln und zu erlernen. Vor diesem Hintergrund ist die Möglichkeit gegeben, bei der Formulierung von Texten den Genderstern zu verwenden. Diese Schreibweise, die sich auch für Kurzformen eignet, hat zum Ziel, keine festen Gruppen zu benennen, sondern beabsichtigt eine bewusste Irritation des normalen Schriftbildes. Es ist dabei intendiert, weitere Geschlechteridentitäten, wie Transsexuelle, Transgender und intersexuelle Personen in die Sprache einzubeziehen, ihnen einen Platz zu geben.

    Beispiele

    statt

    geschlechtergerecht

    Mitarbeiter, Referenten, Absolventen, Kollegen

    Mitarbeiter*innen, Referent*innen, Absolvent*innen, Kolleg*innen

    Wichtig ist, sich von Fall zu Fall zu überlegen, welche Menschen mit dem jeweiligen Text erreicht und/oder sichtbar gemacht werden sollen und dann die entsprechende Form zu verwenden.

    Die Anrede von Personen oder Gruppen unter Berücksichtigung der Geschlechtervielfalt kann mit verschiedenen Möglichkeiten variiert werden. Dabei kann auch auf die bisherigen Empfehlungen zurückgegriffen werden.

    Beispiele

    kann künftig auch genutzt werden

    wird der Geschlechtervielfalt gerecht

    Sehr geehrte Frau Marianne Meyer

    Anrede nur mit Vor- und Nachname

    Guten Tag Marianne Meyer

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Geschlechtsneutrale Anrede

    -        Sehr geehrte Gäste

    -        Sehr geehrte Anwesende

    -        Liebe Mitarbeitende

    -        Sehr geehrter Vorstand

    -        Sehr geehrte Lehrende

     

    Sehr geehrter Herr Kim  Höper

    Sehr geehrte Studierende

    Verwendung von Genderstern

    -        Sehr geehrte*r Kim Höper

    Zu der Verwendung von des Gendersterns merkt Gabriele Diewald an: „Das liegt zwar jenseits der offiziellen Rechtschreibregeln, spricht aber vielleicht gerade deshalb bisher nicht berücksichtigte Personen an“ (Diewald 2020).

  • 4. Geschlechtsneutrale Ausdrücke und Abstraktionen

    In vielen Fällen kann es ratsam sein, den Plural zu verwenden. Pluralformen sind geschlechtsneutral bzw. lassen das Geschlecht offen. Mit Pluralformen können umständliche Formulierungen vermieden werden.

    Beispiele

    statt

    geschlechtsneutral

    Für den oder die Angestellte stehen Laborplätze zur Verfügung, die er oder sie vormittags nutzen kann, sofern es für sein oder ihr Forschungsprojekt erforderlich ist.

    Der oder die Interessent/in, der oder die einen Schein benötigt, sollte das vor dem ersten Termin mit dem Seminarleiter oder der Seminarleiterin besprechen.

    Für die Angestellten stehen Laborplätze zur Verfügung, die sie vormittags nutzen können, sofern es für ihre Forschungsprojekte erforderlich ist.

    Interessierte, die einen Schein benötigen, sollten das vor dem ersten Termin mit der Seminarleitung besprechen.

    Geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen eignen sich sehr gut, um alle anzusprechen, wie z. B.: die Person, die Bürokraft, die Führungskraft, das Mitglied, der Elternteil, die Studierenden, die Lehrenden, die Institutsangehörigen, die Beschäftigten.

  • 5. Das grammatische Geschlecht

    Aufgrund der üblichen Verwendung des generischen Maskulinums werden häufig maskuline Grammatikformen auf feminine Sachbezeichnungen angewendet. Ein korrekter und geschlechtergerechter Sprachgebrauch verwendet feminine Grammatikformen auf feminine Sachbezeichnungen. Wörter, die sich aufeinander beziehen, müssen im gleichen Kasus, Genus und Numerus stehen.

    Beispiele

    falsch:

    richtig:

    Die Leibniz Universität Hannover ist Arbeitgeber für 5.000 Beschäftigte.

    Die Leibniz Universität Hannover ist Arbeitgeberin für 5.000 Beschäftigte.

    Qualität hat seinen Preis.

    Qualität hat ihren Preis.

    Die Fakultät ist Ansprechpartner für Studieninteressierte.

    Die Fakultät ist Ansprechpartnerin für Studieninteressierte.

  • 6. Weitere Formulierungsmöglichkeiten zur Umschreibung geschlechtsspezifischer Personenbezeichnungen

    Dominieren in einem Text Aufzählungen und Paarformen, wird die Lesbarkeit durch die Benennung von Eigenschaften, Institutionen und Handlungen verbessert. Je nach Text und Kontext bieten sich verschiedene Umformungen an, wobei alle spezifische Vor- und Nachteile haben. Deshalb sollten Sie immer abwägen,

    •        welches sprachliche Mittel der geschlechtersensiblen Formulierung sich jeweils anbietet,

    •        wie sich die verschiedenen Möglichkeiten auf kreative Weise miteinander kombinieren lassen.

     

    Umformulieren durch unpersönliche Pronomen

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Studentinnen und Studenten, die den Basiskurs Gender Training besucht haben, können sich für den Aufbaukurs anmelden.

    Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Konferenz waren pünktlich.

    Diejenigen, die den Basiskurs Gender Training besucht haben, können sich für den Aufbaukurs anmelden.

    Alle, die an der Konferenz teilnahmen, waren pünktlich.

     

    Umformulieren durch direkte Anrede

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Das Online-Portal steht den Benutzern und Benutzerinnen ab 1. September zur Verfügung.

    Das Online-Portal steht Ihnen ab 1. September zur Verfügung.

     

    Umformulieren durch Verben

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Es gab 20 Teilnehmer.

    Teilgenommen haben 20 Personen.

     

    Umformulieren durch Adjektive anstatt Personenbezeichnungen

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Die Beratung des Betriebsarztes.

    Betriebsärztliche Beratung.

    Gefragt ist der Rat eines Fachmanns.

    Gefragt ist fachlicher Rat.

    Umformulieren durch selbständige Substantive wie Person, Hilfe usw. oder durch Substantive mit Wortbestandteilen wie –kraft, -person, -berechtigte, -ung

    übliche Formulierung

    Alternative

    Eine Fortbildung speziell für wissenschaftliche Mitarbeiter.

    Für die Promotion brauchen Sie zunächst einen geeigneten Betreuer.

    Der Abstimmungsraum wurde den Wählern letzte Woche in einem Schreiben mitgeteilt.

    Informationen erhalten Sie beim Leiter der Personalstelle.

    Eine Fortbildung speziell für wissenschaftliche Nachwuchskräfte.

    Für die Promotion brauchen Sie zunächst eine geeignete Betreuungsperson.

    Der Abstimmungsraum wurde den Wahlberechtigten letzte Woche in einem Schreiben mitgeteilt.

    Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Personaldezernats.

     

    Umformulieren durch Institutions- und Kollektivbezeichnungen

    Anstatt sich auf konkrete Personen zu beziehen, kann auch deren Funktion, deren Amt oder deren Gruppenzugehörigkeit benannt werden.

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Die Einladung richtet sich an die Studentenvertreter.

    Geladen sind auch der Präsident und die Vizepräsidenten der Hochschule.

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts treffen sich regelmäßig.

    Die Einladung richtet sich an die Vertretung der Studierenden.

    Geladen ist auch das Präsidium der Hochschule.

    Das Projektteam trifft sich regelmäßig

    Es sind auch Umformulierungen durch weitere Kollektivbezeichnungen möglich: Jugendliche, Direktion, Delegation, Personal, Belegschaft, Amtsleitung, Fakultätsleitung, Referatsleitung, Kollegium, Interessenvertretung, Institut, Abteilung, Projektteam uvm.

     

    Umformulieren durch Infinitiv oder Passiv

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Jeder Benutzer soll die bestellten Bücher umgehend abholen.

    Die Mitarbeiter erhalten das Kindergeld mit dem Arbeitsentgelt.

    Besteht der Student oder die Studentin die jeweilige Prüfung nicht, so …

    Die Antragsteller müssen das Formular vollständig ausfüllen.

    Bitte die bestellten Bücher umgehend abholen.

    Das Kindergeld wird mit dem Arbeitsentgelt ausgezahlt.

    Wird die jeweilige Prüfung nicht bestanden, so …

    Der Antrag ist vollständig auszufüllen.

    Benennen Sie Frauen und Männer immer sorgfältig und symmetrisch.

    In allen Texten sollte im Hinblick auf Anredeformen, Titel und Namen auf Symmetrie geachtet werden. Vornamen der zitierten Personen sind nach Möglichkeit auszuschreiben. Das gilt vor allem auch für wissenschaftliche Texte und Literaturverzeichnisse.

     

    Beispiele

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Anwesend waren auch Dr. Michael Schmidt und seine Gattin.

    Präsident Obama und Frau Merkel hielten eine Rede.

    Anwesend waren auch die Eheleute Prof. Dr. Julia Schmidt und Dr. Michael Schmidt.

    Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel hielten eine Rede.

  • 7. Ableitungen und Zusammensetzungen

    Bei Zusammensetzungen die sich nicht auf Personen, sondern auf Dinge oder Gegenstände beziehen, werden die Personenbezeichnungen im ersten Teil des Wortes nicht gegendert, z. B. Lehrerzimmer, Maurerkelle, Professorengehälter uvm. (vgl. Diewald und Steinmüller 2020, Seite 85)

    Beispiele

    übliche Formulierung:

    Alternative:

    Bürgersteig

    Gehweg

    Rednerpult

    Redepult

  • 8. Amtliche Texte

    In amtlichen Texten der LUH, z. B. in Ordnungen sind weiterhin in erster Priorität die Beidnenunng oder die neutrale Form zu verwenden. Personen mit dem Geschlecht divers sind selbstverständlich anzusprechen, wenn dies im Inhalt des Textes verlangt wird. In der Regel soll hier auf die Kurzform mit dem Genderstern verzichtet werden.

  • 9. Was sollte in Texten vermieden werden?

    Die Verwendung des generischen Maskulinums.

    Die Nennung von Personen in ausschließlich maskuliner Form lässt die formulierten Sachverhalte so erscheinen, als würde es sich tatsächlich ausschließlich um Männer handeln.

    Beispiele

    ·        Den Kongress besuchten Wissenschaftler aus aller Welt.

    ·        An dem Wettbewerb nahmen Sänger aus der Opernwelt teil.

    ·        Die Studenten protestierten gegen die neue Prüfungsordnung.

    Die Ankündigung der Verwendung des generischen Maskulinums im Text

    Beispiel

    Obwohl aus Gründen der Lesbarkeit im Text die männliche Form gewählt wurde, beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter.

    Stereotype und Vorurteile

    Stereotype und Vorurteile sind Phänomene, die im Alltag überall anzutreffen sind und auch über Medien, z.B. in Nachrichten und Filmen vermittelt werden. Vor allem Stereotype können positiv oder negativ gemeint sein. Hier ist darauf zu achten, diskriminierende Inhalte zu vermeiden, und diskriminierende Redewendungen zu ersetzen.

    Beispiele

    statt

    gendergerecht

    Milchmädchenrechnung

    Fehleinschätzung

    einen Zwölfender einstellen

    eine herausragende Persönlichkeit einstellen

    Mutter-Kind-Raum

    Eltern-Kind-Raum

     

    Kurzformen

    Die Kurzformen wie der Schrägstrich, Klammern oder Binnen-I werden nicht empfohlen, weil sie die Gefahr in sich bergen, bei der Verwendung grammatikalische Fehler zu machen. Ausnahmen davon sind für die Sparschreibungen aus Platzgründen, z. B. in Formularen vertretbar.

    Längere Texte, die Sparschreibungen verwenden, können nur schwer vorgelesen werden, da die verkürzten Schreibungen im zitierten Text in geschlechtergerechte Paarformen aufzulösen sind. Hierbei ist auf die grammatikalische Richtigkeit zu achten. Wird beispielsweise der Schrägstrich weggelassen, muss sich ein grammatikalisch richtiges Wort ergeben, z. B. Mitarbeiter/in. Die Abkürzung „Expert/in“ erfüllt diese Anforderung nicht, da hier die männliche Form auf -e endet und der Vokal bei der Bildung der femininen Form wegfällt. Gleiches gilt für Abkürzungen, bei denen sich der Wortstamm bei Bildung der femininen Form ändert, wie z. B. Arzt und Ärztin. Wird von diesen Bezeichnungen die Kurzform gebildet, ergeben sich falsche Wörter.

  • 10. Fair gesprochen

    Sprache bestimmt unsere Vorstellungskraft und prägt unsere Wahrnehmung, gesellschaftlicher Wandel schlägt sich auch in der Sprache und ihren Veränderungen nieder. Diese Handreichung soll Studierende und Beschäftigte an der Leibniz Universität Hannover bei der Formulierung von Texten dabei unterstützen und Hilfestellung bieten, um kreative Ideen für einen fairen und wertschätzenden Sprachgebrauch zu entwickeln und zu verwenden.

  • 11. Gesetzliche Regelungen

    Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Gleichheitsgrundsatz Artikel 3, Absatz 2

    Gleichheitsgrundsatz: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

    Gesetz zur Förderung der Gleichstellung der Frau in der Rechts- und Verwaltungssprache. Vom 27. Februar 1989

    Niedersächsisches Hochschulgesetz (NHG) in der Fassung vom 15.05.2016 §3 Abs. 3 Gleichstellungsauftrag im NHG - (3) 1 Die Hochschulen fördern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben die tatsächliche Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und wirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin (Gleichstellungsauftrag). 2 Sie tragen zur Förderung der Frauen- und Geschlechterforschung bei.

    Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

    § 1 Ziel des Gesetzes: Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

    Personenstandsgesetz

    Artikel 1 des Gesetzes vom 19.02.2007 (BGBl. I S. 122), in Kraft getreten am 24.02.2007 bzw. 01.01.2009 zuletzt geändert durch Gesetz vom 20.11.2019 (BGBl. I S. 1626) m.W.v. 26.11.2019

  • 12. Literatur

    DUDEN. Handbuch geschlechtergerechte Sprache. Wie Sie angemessen und verständlich gendern. Gabriele Diewald und Anja Steinhauer. Dudenverlag Berlin 2020

    DUDEN. Gendern – ganz einfach! Gabriele Diewald und Anja Steinhauer.  Dudenverlag, Berlin 2019

    DUDEN. Richtig gendern. Wie Sie angemessen und verständlich schreiben? Gabriele Diewald und Anja Steinhauer. Dudenverlag Berlin 2017.

    DUDEN. Gendern. Gleichberechtigung in der Sprache – Ein Für und Wider. Anne Wizorek und Hannah Lühmann. Dudenverlag Berlin 2018

  • 13. Berichte, Leitfäden und Handreichungen zur Verwendung geschlechtergerechter Sprache

    Rat für deutsche Rechtschreibung. Bericht und Vorschläge der AG „Geschlechtergerechte Schreibung“ zur Sitzung des Rats für deutsche Rechtschreibung am 16.11.2018.

    TU9-Handreichung: Empfehlungen zur geschlechtergerechten Verwendung von Sprache 2019.

    Handlungsempfehlungen für eine diversitätssensible Mediensprache

    Die Vermeidung von Diskriminierung ist dabei als Qualitätskriterium der Öffentlichkeitsarbeit und damit als Zeichen von Professionalität zu werten.

    GENDERWÖRTERBUCH - Das Genderwörterbuch dient als Inspiration wie Sie GESCHICKT GENDERN können. Johanna Usinger (geb. Müller)

    Leitfaden der Universität Zürich - Geschlechtergerecht in Text und Bild

    Leitfaden Stellenausschreibungen: Empfehlungen für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch der Universität Zürich.

    Sprachlog Gendergap und Genderstern in der gesprochenen Sprache

    Geschlechtersensible Sprache – ein Leitfaden. Koordinationsbüro Frauenförderung und Gleichstellung der Technischen Universität Berlin

  • 14. Internetseiten

    Antidiskriminierungsstelle des Bundes

    Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes arbeitet auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Das AGG schützt vor Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, der sexuellen Identität, des Geschlechts, des Alters oder einer Behinderung.

    Bundesverband Intersexuelle Menschen e.V.

    Der Verein vertritt Ziele und Forderungen von Intersexuellen aller Altersgruppen im deutschsprachigen Raum und die Interessen von Angehörigen intersexueller Menschen.

    Genderleicht.de

    Auf Genderleicht.de finden Sie nützliche Tipps & Tools, wie Sie diskriminierungsfrei schreiben und sprechen. Ein Projekt vom: Journalistinnenbund und gefördert durch das BMBF

    ETH-Zürich – Sprachliche Gleichbehandlung

    Verwenden Sie die geschlechtergerechte Sprache stilsicher