Familienservice
Allgemeine bundesweite oder niedersächsische Entlastungsmaßnahmen für Familien

ALLGEMEINE BUNDESWEITE ODER NIEDERSÄCHSISCHE ENTLASTUNGSMAßNAHMEN FÜR FAMILIEN


Anpassungen des Elterngeldes

Die Corona-Pandemie stellt Eltern vor neue Herausforderungen. So müssen Eltern in systemrelevanten Berufen teils mehr arbeiten als vorgesehen. Andere hingegen laufen Gefahr aufgrund von Freistellung oder Kurzarbeit in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten.

Als Antwort darauf hat die Bundesregierung die Regeln zum Bezug des Elterngeldes vorrübergehend geändert.

  • Eltern, die in systemrelevanten Branchen und Berufen arbeiten, wird ermöglicht ihre Elternmonate auch nach dem 14. Lebensmonat ihres Kindes zu nehmen, spätestens bis zum Juni 2021. Die später genommenen Monate verringern bei einem weiteren Kind nicht die Höhe des Elterngeldes.
  • Der Partnerschaftsbonus, der die parallele Teilzeit der Eltern fördert, soll nicht entfallen oder zurückgezahlt werden müssen, wenn Eltern aufgrund der Covid-19-Pandemie mehr oder weniger arbeiten als geplant.
  • Während des Bezugs von Elterngeld sollen Einkommensersatzleistungen, die Eltern aufgrund der Covid-19-Pandemie erhalten, die Höhe des Elterngelds nicht reduzieren. Dazu zählt zum Beispiel das Kurzarbeitergeld. Um Nachteile bei der späteren Elterngeldberechnung auszugleichen, können werdende Eltern diese Monate auch von der Elterngeldberechnung ausnehmen.

Nähere Informationen dazu finden Sie im Familienportal des BMFSFJ sowie auf der Webseite des BMFSFJ direkt.

Notfall-Kinderzuschlag

Um Familien zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemie unvorhergesehene Einkommenseinbußen haben, hat die Bundesregierung den Kinderzuschlag (KiZ) kurzfristig zu einem Notfall-KiZ umgestaltet. Der Notfall-KiZ beträgt monatlich bis zu 185 Euro pro Kind. Er kann beantragt werden, wenn der Verdienst einer Familie nicht für den Lebensunterhalt ausreicht.

So etwas kann zum Beispiel passieren, wenn Sie…

  • Kurarbeitergeld erhalten,
  • selbstständig sind und derzeit keine oder verringerte Einnahmen haben,
  • weniger Bezüge durch entfallene Überstunden haben oder
  • derzeit Arbeitslosengeld oder Krankengeld beziehen.

Alle Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des BMFSFJ sowie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

Kinderbonus von 300€ für jedes Kind

Auf Beschluss der Bundesregierung erhalten Eltern einen Kinderbonus von 300€ für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht. Der Bonus wird in zwei Tranchen von je 150€ in den Monaten September und Oktober zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Er wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet. Auf den Kinderfreibetrag - von dem Familien mit höherem Einkommen profitieren - wird er hingegen angerechnet. Der Kinderbonus kommt somit gezielt Familien mit kleinen und mittleren Einkommen zugute. Beschäftigte der LUH erhalten den Kinderbonus für jedes im Jahr 2020 kindergeldberechtigte Kind automatisch mit der Gehaltsabrechnung. Nähere Informationen zum Kinderbonus finden Sie auf der Webseite der Bundesregierung.

Entlastung für Alleinerziehende.

Für Alleinerziehende wird wegen des höheren Betreuungsaufwandes und der damit verbundenen Aufwendungen der Entlastungsbeitrag von 1.908€ auf 4008€ angehoben, also mehr als verdoppelt. Der Beitrag mindert die Grundlage für die Steuerberechnung, es muss also weniger vom Einkommen versteuert werden. Diese Anhebung gilt für die Jahre 2020 und 2021.
Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Bundesregierung.

Entlastung für pflegende Angehörige

Für Pflegenden Angehörige enthält das „Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ einige Erleichterungen und Entlastungen:

Pflegeunterstützungsgeld

Bisher erhalten Beschäftigte bis zu zehn Arbeitstage Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung, wenn sie vor einer akuten Pflegesituation stehen, in der sie die Pflege sicherstellen oder organisieren müssen. Durch die Neuregelung wird bis zum 30. September 2020 zum einen der Zugang zu diesem Pflegeunterstützungsgeld vereinfacht und zum anderen ebenso bis zum 30. September 2020 die Möglichkeit geschaffen das Pflegeunterstützungsgeld für bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch zu nehmen. Bereits genutzte Tage mit Pflegeunterstützungsgeld werden angerechnet.

Flexibilisierung bei Familienpflegezeit und Pflegezeit.

Beschäftigte, die gleichzeitig Pflegeaufgaben übernehmen, erhalten befristet bis zum 30.September die Möglichkeit, mit Zustimmung des Arbeitgebers Familienpflegezeit und Pflegezeit flexibler zu nutzen. Wer den gesetzlichen Rahmen für die Auszeiten (sechs Monate Pflegezeit, 24 Monate Familienpflegezeit) bisher nicht ausgeschöpft hat, soll kurzfristig Restzeiten der Freistellungen in Anspruch nehmen können, sofern sie die Gesamtdauer von 24 Monaten nicht überschreiten. Des Weiteren kann unter anderem die Mindestarbeitszeit der Familienpflegezeit von 15 Wochenstunden vorrübergehend unterschritten werden.

Berücksichtigung von Einkommenseinbußen bei der finanziellen Förderung durch zinslose Darlehen

Das Darlehen nach dem Familienpflegezeitgesetz wird den aktuellen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt angepasst. Monate mit pandemiebedingten Einkommensausfällen können bei der Ermittlung der Darlehenshöhe auf Antrag unberücksichtigt bleiben. Die Rückzahlung der Darlehen wird für die Betroffenen im Verwaltungsverfahren erleichtert.

Nähere Informationen zu den Entlastungen für pflegende Angehörige finden sie auf dieser Webseite des BMFSFJ.

Weitere Informationsangebote:

Familienportal des BMFSFJ

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen stellt auf seinem Familienportal Informationen zu finanziellen Hilfen und Unterstützung für Familien in der Corona-Zeit bereit.

Informationen und Hinweise für Eltern von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Welche Fragen haben Kinder zum Coronavirus? Wie können Eltern ihren Kindern die Corona–Pandemie erklären? Wie kann eine Kinderbetreuung zu Hause laufen? Diese Webseite der BZgA liefert Antworten.

Infoportal der Studentenwerke

Der Verband der Deutschen Studentenwerke bietet ein umfassendes Informationsangebot für Studierende mit Kind während der Corona-Pandemie.

Region Hannover

Die Region Hannover bietet über Ihre Webseite Unterstützung und Beratung für Familien an.

Niedersächsisches Kultusministerium

Auf der Webseite des Niedersächsischen Kultusministeriums finden Sie aktuelle Informationen für Schulen, Kitas, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler.

Aktuelle Informationen zum Coronavirus auf der Webseite der Leibniz Universität

Zu aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Corona-Pandemie informiert die Leibniz Universität Hannover alle Studierenden und Beschäftigten über ein Online-Informationsportal.

Björn Klages
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung
Adresse
Wilhelm-Busch-Straße 4
30167 Hannover
Gebäude
Raum
203
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