Glossar zum Diversity Konzept

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Allyship

Allyship bezeichnet die aktive und kontinuierliche Unterstützung von Personen oder Gruppen, die von Diskriminierung, Benachteiligung oder strukturellen Ungleichheiten betroffen sind. Allies (Verbündete) setzen sich bewusst für Chancengerechtigkeit und Inklusion ein, reflektieren ihre eigenen Privilegien und nutzen ihre Position, um diskriminierende Strukturen sichtbar zu machen und Veränderungen zu fördern.

Bystanding Trainings 

Bystanding Trainings sind Weiterbildungsangebote, die Menschen darin schulen, als beobachtende Personen („Bystander“) bei diskriminierenden, belästigenden oder ausgrenzenden Situationen angemessen zu intervenieren. Sie vermitteln Strategien, um Betroffene zu unterstützen, Eskalationen zu vermeiden und eine Kultur des respektvollen Miteinanders zu stärken. Der Begriff wird häufig synonym zu „Active Bystanding Training“ verwendet.

BIPoC (Black, Indigenous and People of Color) 

BIPoC ist ein politischer Sammelbegriff für Menschen, die von Rassismus betroffen sind und nicht als weiß gelten. Er betont sowohl gemeinsame Erfahrungen mit Rassismus als auch unterschiedliche historische und gesellschaftliche Hintergründe (z. B. Schwarze Menschen, Indigene Menschen und weitere rassifizierte Gruppen).

Critical Whiteness (Kritische Weißseinsforschung)

Critical Whiteness untersucht „Weißsein“ als gesellschaftliche Norm und Machtposition. Der Ansatz analysiert, wie weiße Privilegien entstehen, wirken und oft unsichtbar bleiben. Ziel ist es, Rassismus nicht nur als individuelles Problem, sondern als strukturelles Machtverhältnis zu verstehen.

DEIB

DEIB steht für Diversity, Equity, Inclusion und Belonging). Übersetzt: Diversität, Gerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit

Diversity Management

Diversity Management bezeichnet ein Managementkonzept, das zum Ziel hat, einen professionellen Umgang mit der Diversität in Organisationen zu etablieren und so ein produktives Miteinander im Arbeitsalltag zu fördern. An der LUH wird unter Diversity Management die Gesamtheit von Strategien und Maßnahmen verstanden, die dazu führen, dass die Diversität in der Organisation wertgeschätzt, gezielt gesteuert und als positiver Beitrag zur Entwicklung genützt wird. 

Familie

Der Familienbegriff umfasst nach dem Verständnis der LUH alle Personen, die in Lebensgemeinschaften dauerhaft Verantwortung in Form von Erziehung und Pflege für Kinder, pflegebedürftige Lebenspartner*innen und Angehörige übernehmen.

First Generation Students

First Generation Students (Studierende der ersten Generation) sind Personen, die als Erste in ihrer Familie ein Hochschulstudium aufnehmen oder abgeschlossen haben. Häufig verfügen sie über weniger familiäre Erfahrungen mit akademischen Strukturen und können besonderen Herausforderungen beim Zugang zu Informationen, Netzwerken oder Ressourcen im Hochschulkontext begegnen.

Early Career Researchers

Early Career Researchers (Nachwuchswissenschaftler*innen) sind Forschende in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Laufbahn. Dazu zählen beispielsweise Promovierende, Postdoktorandinnen oder Wissenschaftler*innen in den ersten Jahren nach der Promotion. 

Empowerment

Empowerment bedeutet (Selbst-)Ermächtigung und ist ein Konzept für von Diskriminierung Betroffenen, um Handlungsfähigkeit und Resilienz aufzubauen. Es umfasst Strategien und Maßnahmen, um Eigenmacht, Autonomie und vorhandene Stärken und Ressourcen zu fördern.

Intersektionalität

Intersektionalität beschreibt das Zusammenwirken verschiedener sozialer Kategorien und Ungleichheitsdimensionen wie Geschlecht, ethnische Herkunft, soziale Herkunft, Behinderung, Alter, sexuelle Orientierung oder Religion. Der Ansatz geht davon aus, dass Diskriminierungs- und Privilegierungserfahrungen nicht isoliert betrachtet werden können, sondern sich überschneiden und gegenseitig beeinflussen.

Lookismus

Lookismus bezeichnet die Benachteiligung oder Bevorzugung von Menschen aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes. Dazu gehören beispielsweise Bewertungen aufgrund von Körperform, Gewicht, Kleidung, sichtbaren Merkmalen, Alter oder wahrgenommener Attraktivität. Lookismus kann sich auf Bildungs-, Arbeits- und Teilhabechancen auswirken und stellt eine Form sozialer Ungleichbehandlung dar. Lookism bzw. auch eingedeutscht Lookismus bezeichnet die Stereotypisierung bzw. Diskriminierung von Menschen allein auf Grund des Aussehens