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BLOG MÄRZ 2020

Foto von der Weihnachtsfeier Foto von der Weihnachtsfeier Foto von der Weihnachtsfeier
Foto von der Weihnachtsfeier

Lust auf Gleichstellung – Wissensmanagement und Wissenstransfer

Das Motto des Hochschulbüros für ChancenVielfalt in diesem Jahr lautet „Lust auf Gleichstellung – Wissensmanagement und Wissenstransfer“. Das ist eine besondere Herausforderung Gleichstellung der Geschlechter als Querschnittsaufgabe an der Universität zu vermitteln und für alle sichtbar und transparent zu gestalten ist sehr vielfältig.

Der gesetzliche Gleichstellungsauftrag nach § 3 NHG an niedersächsischen Hochschulen wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. In dieser Zeit ist sehr viel passiert, und Gleichstellungsbeauftragte wie ich könnten darüber viele Geschichten schreiben. Anfang der 1990er Jahre wurden Frauen an Hochschulen von Gremien, Stellen und Teilhabe ausgeschlossen oder hatten es schwer eine wissenschaftliche Karriere zu starten. Der Anteil von Professorinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen lag weit unter 10%. Durch eine Reihe von Gleichstellungsgesetzen und Hochschulprogrammen, konnte in der Gleichstellung vieles für Frauen erreicht werden.

Wissensmanagement als ein Tool der Personal- und Organisationsentwicklung soll uns heute dabei helfen, erreichte Gleichstellungspolitik zu erhalten, weiterzugeben und zu verbessern. Im Zeitalter der sozialen Medien und der Digitalisierung sollte die Weitergabe von Wissen und Strategien eigentlich einfach sein. Dennoch wird an jedem Tag unserer Arbeit deutlich, dass die 30.000 Studierenden und 5.000 Beschäftigten der Leibniz Universität Hannover das Hochschulbüro für ChancenVielfalt mit den Angeboten gar nicht kennen. Wir wissen, Studierende brauchen mehr Informationen, welche Einrichtungen und Angebote der Leibniz Universität Hannover bei der Studienorganisation helfen können, z. B. durch die Unterstützungsangebote zur Vereinbarkeit von Studium und Familie oder die Möglichkeit, Probleme mit der Ombudsperson vertrauensvoll zu lösen.

An der Leibniz Universität Hannover herrscht eine ständige Fluktuation, viele Studierende und Mitarbeitende verlassen die Universität und in jedem Semester kommen neue Studierende und neue Beschäftigte an die Universität. Mit der Fluktuation vieler Menschen geht auch sehr viel Wissen verloren. Wer geht nimmt viele informell gesammelte Informationen und Erfahrungen mit, die für Neue ganz wichtig wären. Studentische Organisationen, Beratungsstellen und die Personalentwicklung bemühen sich vor allem Neuankömmlinge mit den wichtigsten Informationen auszustatten.

Wir vom Hochschulbüro für ChancenVielfalt bieten eine Vielzahl von Projekten und Programmen an, um den Gleichstellungsauftrag zu leben und weiterzugeben. Denn Frauen und Männer sind in der Gesellschaft noch nicht wirklich gleichberechtigt, dies zeigen die Statistiken zur Lohnungleichheit und der Verteilung der Geschlechter in höheren Positionen und in der Politik.

Eine Verbesserung der Gleichstellung wollen wir mit der Weitergabe von Informationen und Wissenstransfer erreichen. Wissenstransfer ist beispielsweise ein großes Thema im Mentoringprogramm für Doktorandinnen oder beim Projekt ProjectU für Studentinnen. Ein erfolgreiches Tool des Wissensmanagements sind Netzwerke. Auch diese finden sich als Programmpunkte in den aufgezählten Projekten wieder. Wir nennen es Wissensmanagement im sozialen Kontext und Lernen in Gruppen, oder nach Claudia Fahrenwald „Communities of practice“. Mit diesem Modell der Communities of practice wollen wir in diesem Jahr das Thema für ein gleichstellungsorientiertes Wissensmanagement beantworten und weitere Tools entdecken und kommunizieren. Schauen Sie in unseren Veranstaltungskalender, und besuchen Sie unsere Veranstaltungen und Workshops. Beteiligen Sie sich an dem Thema gleichstellungsorientiertes Wissensmanagement. Schicken Sie uns jetzt schon Ihre Ideen und Informationen.

// Helga Gotzmann und Joana Rieck


BLOG FEBRUAR 2020

Aufgaben einer Praktikantin im Hochschulbüro für ChancenVielfalt Aufgaben einer Praktikantin im Hochschulbüro für ChancenVielfalt Aufgaben einer Praktikantin im Hochschulbüro für ChancenVielfalt
Aufgaben einer Praktikantin im Hochschulbüro für ChancenVielfalt
Seit Anfang des Jahres arbeite ich als Praktikantin im Hochschulbüro für ChancenVielfalt. Mein Name ist Anne Bartels und ich studiere hier an der Leibniz Universität Hannover Sozialwissenschaften.
Anne Bartels

Im Studium habe ich mich vermehrt mit der Soziologie des Geschlechts, aber auch mit Bildungs- und Arbeitssoziologie auseinandergesetzt und freue mich, mit diesen Interessensschwerpunkten hier im Hochschulbüro für ChancenVielfalt viele Anknüpfungspunkte zu finden.

In den letzten vier Wochen konnte ich einen umfassenden Einblick in die drei Arbeitsbereiche Gleichstellung, Familienservice und das Diversity Management erhalten.

Im Bereich der Gleichstellungsarbeit hatte ich die ersten Berührungspunkte mit dem Niedersachsen Technikum. Ich durfte an Exkursionen und Workshops teilnehmen, habe Gespräche mit einigen Technikantinnen geführt und helfe derzeit bei den Vorbereitungen für die Abschlussveranstaltung am 24.02.2020. Zudem durfte ich der letzten Ratssitzung der Gleichstellungsbeauftragen der Leibniz Universität beisitzen, welche einen guten Einblick in die Arbeitsbereiche von Gleichstellungsbeauftragten im Hochschulkontext ermöglichte. Auch beim diesjährigen Networking Day konnte ich aktiv mitwirken, sowohl in der Vorbereitung als auch in der Durchführung. Dadurch konnte ich zum einen Erfahrungen in der Veranstaltungsplanung sammeln und zum anderen die Programme „Team Mentoring“ und „Project U“ näher kennen lernen.

Die Arbeit des Familienservice habe ich in erster Linie durch das Beisitzen in Beratungsgesprächen kennengelernt. Erst dadurch konnte ich eine Vielzahl an Unterstützungs- und Betreuungsangeboten der Universität kennenlernen, welche sich sowohl an Studierende als auch an Beschäftigte richtet. Auch längere Gespräche mit dem Referenten für Familienservice und der Mitarbeiterin im Beratungsservice halfen mir, ein Verständnis für ihre Tätigkeit zu entwickeln.

Das Diversity Management konnte ich in den letzten Wochen unter dem Überthema der Barrierefreiheit kennenlernen, indem ich u. a. in Zusammenarbeit mit der Referentin für Diversity Management an einer Broschüre zu barrierefreier Lehre mitwirken durfte. Die in dieser Broschüre formulierten Maßnahmen und Ziele werden wir am Tag der Lehre, am 13.02.2020, vorstellen. Zudem freue ich mich auf den Workshop zu barrierefreien Dokumenten, an welchem ich Ende der Woche teilnehmen darf. Ich finde es sehr spannend, das Thema Barrierefreiheit in Bezug auf Lehre und auf Dokumente kennenzulernen, da ich diesbezüglich bisher noch keine Berührungspunkte hatte.

Insgesamt freue ich mich darüber, wie viele neue Erfahrungen ich in den vergangenen Wochen sammeln konnte und mit wie viel Vertrauen mir einige Aufgaben übertragen wurden. Auch das Angebot, nach Ende meines Praktikums weiterhin als Studentische Hilfskraft im Hochschulbüro für ChancenVielfalt zu arbeiten, nahm ich dankend an. Ich bin gespannt, was mich in der zweiten Hälfte meines Praktikums noch alles erwartet, denn eines ist sicher: Langweilig wird es hier ganz sicher nie!

//Anne Bartels, Praktikantin


BLOG JANUAR 2020

Neujahrstraditionen im Hochschulbüro für ChancenVielfalt

Zu Silvester und Neujahr gibt es weltweit etliche verschiedene Traditionen. Auch unsere Mitarbeiter*innen haben alle auf unterschiedliche Art und Weise das neue Jahr eingeläutet:

  • Zu Silvester und Neujahr verschenken wir traditionell einen kleinen Schornsteinfeger und dazu ein kleines Marzipanschwein oder einen Schoko-Marienkäfer für besonders viel Glück im neuen Jahr.
  • Um Mitternacht trifft sich die Gemeinschaft an der Kirche und jemand trompetet vom Kirchturm, um das neue Jahr einzuläuten.
  • Meine abuela sagt immer: "Cómete las lentejas mijita para que tengas mucho dinerito este año."Iss die Linsen, meine Kleine, damit du dieses Jahr viel Geld hast.
  • Wir gucken an Silvester immer ganz in Ruhe den Film „Mamma Mia“.
  • Yılbaşı'nın vazgeçilmez eğlencesidir tombala oynamak. An Silvester ist es immer ein riesen Spaß mit der Familie Bingo zu spielen.
  • Wir freuen uns jedes Jahr auf Käse-Fondue.
  • Wir backen zum 6. Januar einen „Galette Des Rois“, den Dreikönigskuchen in den eine Bohne oder ein anderer kleiner Gegenstand, zum Beispiel eine Figur eines Königs oder eines Babys eingebacken wird. Wer beim Essen auf den Glücksbringer stößt, ist für einen Tag König*in.

// Joana Rieck


BLOG DEZEMBER 2019

Weihnachten lebt von Traditionen, nicht von Klischees

In vielen Bereichen unseres Lebens sind die Aufgaben zwischen den Geschlechtern immer noch unterschiedlich verteilt. Auch in der Weihnachtszeit wird deutlich: Oft leisten Frauen zum Fest mehr Arbeit. Dazu gehört zum Beispiel den Adventskalender vorbereiten, Adventskranz binden, Weihnachtsdekoration aufstellen, Plätzchen backen, Geschenke besorgen und das Festessen zubereiten.

Und dann bekommt auch noch dieser WeihnachtsMANN das ganze Lob.

Wir finden, die Aufgaben rund um das Weihnachtsfest sollten sich die Familienmitglieder aufteilen – ganz unter dem Motto von Pinkstinks Deutschland: „Teilt Aufgaben und schöne Momente“.
Pinkstinks zeigt mit einem tollen Video, wie es an Weihnachten vielleicht anders gehen kann:
„Oh, ich fröhliche“ – Weihnachten lebt von Traditionen, nicht von Klischees“.

An alle die Weihnachten feiern: Das gesamte Hochschulbüro für ChancenVielfalt wünscht frohe Festtage und eine besinnliche Weihnachtszeit…
Für Alle: …und einen guten Rutsch in ein gesundes und aufregendes neues Jahr(zehnt)!

// Joana Rieck


BLOG NOVEMBER 2019

Eine Flagge vor einer Wand mit der Aufschrift "Nein zu Gewalt an Frauen"

25. November – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Dieser Tag ist uns wichtig – Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und muss endlich aufhören – in jedem Land – in jeder Stadt – an jedem Ort. Auch das Hochschulbüro für ChancenVielfalt der Leibniz Universität beteiligt sich wie viele Institutionen an den Aktionen. Entsprechend dem Motto von Terre des Femmes „Frei leben – ohne Gewalt“ zeigen wir Flagge vor unserem Haus in der Wilhelm-Busch-Str. 4 in Hannover.

Seit 18 Jahren wird dieser Tag begangen und überall im Land finden zahlreiche Aktionen statt. Zwei wollen wir hier ankündigen. Auch dieses Jahr organisieren SUANA/kargah e.V. und die Arbeitsgruppe Migrantinnen & Zwangsheirat des HAIP-Verbundes in Kooperation mit dem Referat für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover eine Fachtagung. Hierzu möchten wir Sie ganz herzlich einladen:

  • Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Die diesjährige Fachveranstaltung zum Thema "Gewalt an Frauen durch digitale Medien" findet am 25. November 2019 in der Zeit von 9:00 - 13:00 Uhr im Haus der Jugend (Europasaal) in Hannover statt
    www.kargah.de
  • Eine Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen- und Gleichstellungsarbeit der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen findet am Freitag, den 22. November 2019, von 16 bis 19:00 Uhr in Oldenburg statt. Thema: Gefährliche Räume – Verdeckte Gewalt gegen Frauen“
    www.frauenarbeit.kirche-oldenburg.de

// Helga Gotzmann, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Leibniz Universität Hannover


BLOG SEPTEMBER 2019

Wer ist die „bukof“?

Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen. In der bukof sind alle Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der deutschen Hochschulen vertreten. Die bukof ist die geschlechterpolitische Stimme im wissenschafts- und hochschulpolitischen Diskurs. In der bukof sind alle verbunden, die Struktur und Kultur von Hochschulen in Deutschland geschlechtergerecht gestalten.

Die diesjährige Jahrestagung fand vom 25.09. - 27.09.2019 in Hamburg statt mit dem Thema „DIGITALISIERUNG*VERÄNDERN“. Von dieser Jahrestagung habe ich diese Postkarte mitgebracht:

In diesen Satz befinden sich Hoffnung und Zweifel. Die Hoffnung, dass die Hochschulen in Deutschland dazu in der Lage sind, während ihrer Ausbildung Menschen die Gleichstellung der Geschlechter zu vermitteln. Die Zweifel liegen in der Erfahrung, dass dies ein sehr langer Weg ist.

Erfreulicherweise gab es viele positive Stimmen und auch Rückmeldungen von Hochschulen und Einzelpersonen, die berichteten, was ihre Hochschule geleistet hat, dass sie Feminist*innen wurden.

Alles Wissenswerte über die bukof und die letzte Jahrestagung ist auf bukof.de zu finden. Die Keynotes von Prof. Dr. Ulrike Klinger und Prof. Dr. Ada Pellert können auf dem bukof-Youtube-Kanal angesehen werden.

// Helga Gotzmann, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Leibniz Universität Hannover


BLOG SEPTEMBER 2019

FAQs:Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie

- Familienservice der Leibniz Universität Hannover – Was ist das?
Der Familienservice der Leibniz Universität Hannover ist für Fragen rund um Familie zuständig. Beschäftige und Studierende erhalten persönliche oder telefonische Beratung und Informationen. Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Beruf ist der LUH ein wichtiges Anliegen. Weitere Infos finden Sie auf unserer Website: https://www.chancenvielfalt.uni-hannover.de/de/familienservice/

- Wohin mit dem Kind bei Veranstaltungen am Wochenende oder bei Exkursionen?
Die LUH bietet Möglichkeiten des Backups für Studierende und Beschäftigte an, wenn keine Hilfe aus der Familie oder Freunden möglich ist. Für Besondere Situationen und Engpässe, wie z.B. bei einem unvorhergesehen Betreuungsausfall, dringenden Prüfungsterminen oder dienstlichen Terminen, bietet das Backup bei den Leibniz Kids kurzfristige, verlässliche Notfallbetreuung an. Darüber hinaus kann auch die Fluxx-Notfallbetreuung der Stadt Hannover genutzt werden. www.chancenvielfalt.uni-hannover.de/de/angebote/angebote-fuer-familien/kindernotfallbetreuung/

- Ich bin schwanger – worauf muss ich achten?
Herzlichen Glückwunsch! Als schwangere Studentin oder Mitarbeiterin erhalten Sie im Hochschulbüro für ChancenVielfalt die wichtigsten Informationen: Mutterschutzfristen, Meldung der Schwangerschaft, Planung der Elternzeit und Kinderbetreuung. Schwangere Studentinnen fallen auch unter das Mutterschutzgesetz und geben bitte im Hochschulbüro für ChancenVielfalt ihre Schwangerschaft bekannt. Neugeborene begrüßen wir mit einem Welcome-Package. Für ein persönliches Gespräch vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin mit uns: beratung@chancenvielfalt.uni-hannover.de

- Wie bekomme ich einen Kita-Platz für mein Kind?
Für Ihre Suche nach Kinderbetreuung, ob Krippe, Kindergarten oder Hort, bietet die Landeshauptstadt Hannover Informationen auf der Seite: https://hannover.betreuungsboerse.net
Dort finden Sie die Betreuungseinrichtungen, vielfältige Betreuungsformen und ein zentrales Anmeldeverfahren.
Wer nicht in Hannover wohnt, kann sich in der jeweiligen Gemeinde informieren.
Die Leibniz Universität bietet ebenfalls Regelbetreuungsplätze und Ferienbetreuung an. Der Familienservice berät Sie hierzu gerne.
Björn Klages, Referent Familienservice | +49 511 762 17623 | familienservice@uni-hannover.de

- Ich muss mich neben Arbeit bzw. Studium um meine pflegebedürftigen Angehörigen kümmern. Wo bekomme ich Unterstützung?
Die Pflege von Angehörigen ist eine wichtige familiäre Aufgabe und auch hier gibt es Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende und Beschäftige. Da jeder Fall sehr individuell ist, sollten Sie ein Beratungsgespräch mit dem Familienservice vereinbaren. Im Einzelfall kann z.B. vorübergehende Telearbeit eine Lösung sein, aber auch eine kurzfristige Beurlaubung, um die Zeit für die Klärung von formalen Angelegenheiten zu haben. Auch hier hilft die Fluxx-Notfallbetreuung Fluxxfon-Nummer 0511 168-32110 www.chancenvielfalt.uni-hannover.de/de/angebote/angebote-fuer-familien/pflege-von-angehoerigen

// Björn Klages und Joana Rieck


BLOG AUGUST 2019

Ein Rückblick: Sommerfest der Leibniz Universität Hannover - 4. Juli 2019

 

Das Uni-Sommerfest 2019: Divers und kunterbunt! Das vom Hochschulbüro für ChancenVielfalt angebotene Kinderschminken war ein voller Erfolg. Kleine Einhörner, Feen, Tiger und Löwen tollten und lachten und sie riefen: „Was gibt es beim Sommerfest nur für tolle Sachen!“.
Gemeint war zum Beispiel das Dosenwerfen mit großartigen Preisen oder die Lese- beziehungsweise Mal-Ecke, wer sich da wollt‘ beweisen.

Durch ein facettenreiches Angebot vom Hochschulbüro für ChancenVielfalt, konnten sich Beschäftigte und Studierende und alle Interessierten ausgiebig mit den Thematiken Chancengleichheit, Familienservice und Diversity Management an der Leibniz Universität Hannover auseinandersetzen. Drei Informationstische, die von Mitarbeitenden des Hochschulbüros für ChancenVielfalt betreut wurden, luden zu Gesprächen und Austausch ein. Die „Ideenbox“ wurde gerne genutzt um anonyme Verbesserungsvorschläge hinsichtlich des Universitätslebens zu äußern. So lautet der Wunsch einer an der Leibniz Universität Hannover beschäftigten Person: „Eine Universität mit ‚Wir‘-Gefühl“ zu sein.

„Wir“, das meint fast 30.000 Studentinnen und Studenten und 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der Leibniz Universität Hannover studieren und arbeiten. Das sind mehr Menschen als in einer Kleinstadt wohnen. Ziel der LUH ist es, Ihnen allen ein Umfeld zu bieten, das von einer offenen, sozialen und gerechten Hochschulkultur geprägt ist, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Hautfarbe, Religion, Behinderung und/oder chronischer Erkrankung, sexueller Orientierung oder Familienaufgaben. Dies ist der Weg, hin zu einer Universität mit „Wir-Gefühl“.

Das Hochschulbüro für ChancenVielfalt ist die zentrale Einrichtung der Leibniz Universität Hannover für Chancengleichheit, Gendergerechtigkeit und Diskriminierungsschutz und hält zur Beschreitung dieses Weges interessante Angebote vor. Die Maßnahmen, Projekte und Programme, die derzeit angeboten werden, konnten an dem Stand bei dem Uni-Sommerfest anschaulich anhand von Plakaten betrachtet werden.

Weitere vielseitige Angebote finden Sie beim Durchstöbern unserer Homepage.

Ihr Team vom Hochschulbüro für ChancenVielfalt

 

// Larrisa Tanha, Referentin für Gender Mainstreaming


BLOG JULI 2019

1.    Was ist das neue Personenstandsgesetz?

Die Regierung setzt mit dem neuen Personenstandsgesetz eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Oktober 2017 um. Darin wurde das bestehende Personenstandsrecht als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes gewertet. Das Bundesverfassungsgericht forderte so eine Erweiterung des Gesetzes um einen weiteren positiven Geschlechtseintrag.
Seit Dezember 2018 gibt es nun vier Optionen zur Erfassung des Geschlechts: weiblich, männlich, kein Eintrag und divers.

2.    Welche Personen können künftig den Eintrag „divers“ erhalten?

Als divers können künftig ausschließlich Neugeborene in das Geburtenregister eingetragen werden, die nach einem Gutachten als intersexuell eingestuft werden. Auch Jugendlichen ab 14 Jahren (mit Zustimmung der Eltern) und Erwachsenen steht die Möglichkeit offen, auf Antrag beim Standesamt und nach einem Gutachten die Angabe des Geschlechts in ihrem Geburtseintrag durch eine andere zu ersetzen - und dabei auch neue Vornamen zu bestimmen.

3.   
Was heißt intersexuell oder Inter*?

Inter* umschreibt die gelebte Erfahrung, mit einem Körper geboren zu sein, der nicht den normativen Vorstellungen von männlich/Mann und weiblich/Frau entspricht.
Medizinisch spricht man davon, dass sich bei intersexuellen Menschen Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig in die Kategorien „männlich“ oder „weiblich“ einordnen lassen.

4.    Wieso sagt man dazu „Dritte Option“ oder das „Dritte Geschlecht“?

Neben „männlich“ und „weiblich“ stellt „divers“ ein drittes staatlich anerkanntes Geschlecht dar.
Die Bezeichnung „Dritte Option“ oder „Drittes Geschlecht“ sind allerdings etwas irreführend: Zunächst ist „divers“ eigentlich die mittlerweile vierte Option, die im Personenstand angegeben werden kann. Zusätzlich stellen intersexuelle Menschen kein eigenständiges weiteres Geschlecht dar, denn die Realitäten von Menschen mit angeborenen Variationen der Geschlechtsmerkmale sind vielfältig. Inter* Menschen können, wie alle Menschen, eine männliche, weibliche, trans* oder nicht-binäre Identität haben.

5.    Was heißt Trans*?

Trans* ist Überbegriff und Sammelbegriff für viele Identitätskategorien. Als trans* können Personen bezeichnet werden, die sich nicht oder kaum/wenig mit dem Geschlecht identifizieren, welches ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

6.    Wieso beschäftigt sich das Hochschulbüro für ChancenVielfalt mit dem Thema?

Seit 2016 gibt es das Diversity Management an der Leibniz Universität Hannover, das im Hochschulbüro für ChancenVielfalt angesiedelt ist. Zu den Aufgaben des Diversity Managements und der Gleichstellungsbeauftragten gehört die Einhaltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Diskriminierungen und Benachteiligungen gegenüber Personen aus Gründen ihres Geschlechts, ihrer sexuellen und/oder geschlechtlichen Identität und Orientierung sind demnach verboten. Das Hochschulbüro für ChancenVielfalt sensibilisiert zu dem Thema, setzt sich für eine diskriminierungsfreie Arbeits- und Studienumgebung ein und fördert diversitätssensible Strukturen an der Leibniz Universität Hannover. 

7.    Wie kann ich alle Personen inklusiv und diskriminierungsarm ansprechen?

Verwenden Sie Sachbezeichnungen (Institutions- und Kollektivbezeichnungen):
Sehr geehrter Vorstand, Liebes Team, Liebe Teilnehmende, Liebe Gäste
Erweitern Sie die klassische Anrede durch neutrale Formulierungen:
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Teilnehmende, liebe Gäste
Verwenden Sie bei näherstehenden Personen das Wort „alle“:
Statt Liebe Kolleginnen und Kollegen – Liebe Alle
Bei der direkten Ansprache den vollen Namen verwenden:
Guten Tag Kim Schmidt, Hallo Luca Müller.

 

// Joana Rieck, Beratungsservice


JUNI 2019 - 70 JAHRE GLEICHSTELLUNG FÜR FRAUEN

Stapel „Grundgesetz" Bücher Stapel „Grundgesetz" Bücher Stapel „Grundgesetz" Bücher

Vor 70 Jahren wurde in Deutschland die Gleichstellung von Frauen im Artikel 3 des Grundgesetzes erstmals verankert:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Be­seiti­gung bestehender Nachteile hin. 

Der Absatz 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, hat das Grundgesetz der promovierten Parlamentarierin Elisabeth Selbert zu verdanken. Sie hat dafür gekämpft und die Frauen in Deutschland zur Unterstützung aufgefordert. Dies ging damals nur per Post.[1] Sie erhielt tausende von Postkarten. Nach und nach wurden die frauenfeindlichen Gesetze im Frauen- und Familienrecht und im Bürgerlichen Gesetzbuch abgeschafft. Frauen konnten unabhängig von der Erlaubnis ihres Ehemannes einen Beruf ausüben (1958), sie erhielten die Geschäftsfähigkeit (1969), und konnten über ihr Vermögen selbst entscheiden.[2] die „Hausfrauenehe“ wurde durch das Partneschaftsprinzip (1976) ersetzt.

Der zweite Satz „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“ wurde 1994 hinzugefügt, da die Gleichberechtigung von Frauen bis dahin nur sehr langsam vorschritt. Mit dieser gesetzlichen Grundlage ist es möglich gewesen nur für Frauen gleichstellungsfördernde Maßnahmen durchzuführen, ohne gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz zu verstoßen.

Frauenförderung an der Universität seit 1991

Die LUH fördert seit fast 30 Jahren die Herstellung der Gleichberechtigung für Frauen. Es begann 1991 mit der Einrichtung eines Frauenbüros, dem Amt einer Frauenbeauftragten und mit einem 100.000-DM-Topf für frauenfördernde Aktivitäten an den Fakultäten.

Zentrale Gleichstellungsbeauftragte

Das ehemalige Frauenbüro heißt heute Hochschulbüro für ChancenVielfalt. Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist im weitesten Sinne für die Umsetzung des Artikels 3 des Grundgesetzes zuständig. Das Niedersächsische Hochschulgesetz formuliert den Auftrag und die Ausführung.

Die Durchführung effektiver Angebote und Maßnahmen für Frauen und inzwischen auch für Männer werden im Hochschulbüro entwickelt, geplant und umgesetzt. Die Reihe aufeinander aufbauenden Angebote werden untermauert durch die familienfreundlichen Angebote.[3]

Wir danken Elisabeth Selbert für ihren Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern


MAI 2019 - BARRIEREFREIHEIT AN DER UNIVERSITÄT

Barrierefreiheit - "mehr als Rampen an Treppenaufgängen"

Für viele Menschen ist Barrierefreiheit in erster Linie der rollstuhlgeeignete Eingang zum Supermarkt oder ein ebenerdiges Badezimmer. Aber was bedeutet Barrierefreiheit für eine Universität?

Im Allgemeinen ist eine Barriere ein Element, das Menschen aus bestimmten Bereichen des Lebens ausschließt. Dabei muss es sich nicht um eine räumliche Barriere handeln. Personen können auch aus der Kommunikation und Informationsweitergabe ausgegrenzt werden. Dies ist der Fall, wenn jemand auf bestimmte Kommunikationsmittel z. B. in Braille, Gebärdensprache, Lormen o.ä. angewiesen ist.

Studierende müssen regelmäßig Veranstaltungshinweise aus dem Vorlesungsverzeichnis und  Vorlesungsskripte aus Stud.IP abrufen oder Fachbücher in der Bibliothek wälzen. Aber funktioniert dies problemlos für alle Studierende? Was ist wenn ein Fachbuch nicht in Braille übersetzt, für die Vorlesung kein Gebärdendolmetscher zur Verfügung steht, der Internetauftritt einer Hochschule nicht vorlesbar ist über gängige Software?

Derartige Barrieren in der Informationstechnologie und Kommunikation können manchen Menschen die Teilnahme am Studienalltag erschweren, so wie auch bauliche Barrieren. Daher wurde im Niedersächsischen Behindertengleichstellungsgesetz erlassen, dass bis 2021 alle Websites öffentlicher Stellen und mobile Anwendungen barrierefrei werden sollen. Eine barrierefreie Website ist so aufgebaut, dass wichtige Informationen, sowie die Navigation der Website z. B. per App oder Software vorgelesen werden können. Bilder sollten mit Bildunterschriften versehen sein.

An der Leibniz Universität ist die AG Barrierefreie Universität seit 2019 dafür zuständig Barrieren (räumliche, sprachliche und digitale) abzubauen und zukünftigen Barrieren vorzubeugen. Die Arbeitsgruppe besteht aus Mitarbeitenden unterschiedlicher Einrichtungen, der Beauftragten für Studierende mit Handicap und/oder chronischer Erkrankung sowie Studierenden der Universität.

Der Abbau von Barrieren an Hochschulen ist zentral, um allen Menschen den Zugang zum Studium aber auch ein gutes Arbeiten an der Universität zu ermöglichen. Hiervon profitieren alle, Personen mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung, ältere Personen oder z.B. Eltern, die mit einem Kinderwagen in der Universität unterwegs sind.

Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach Barrieren auszumachen, wenn man selbst nicht davon betroffen ist. Um die Universität vielfältiger zu gestalten ist es wichtig, dass wir miteinander reden und offen für verschiedene Bedarfe sind. Nur so können Barrieren erkannt und beseitigt werden.

Am 5. Juni 2019 richtet das Hochschulbüro für ChancenVielfalt daher einen Fachtag zum Thema „Inklusives Studium“ aus. Hier sind Expertinnen und Experten, sowie Betroffene, Mitarbeitende und Studierende eingeladen, sich über die aktuelle Situation, bestehende Angebote und zukünftige Bedarfe an der LUH auszutauschen. Hierzu bist auch Du herzlich willkommen!

Vielleicht möchtest Du deinen nächsten Gang zur Vorlesung, zum Hochschulsport, zur Mensa, oder beim nächsten scrollen durch die Vorlesungsskripte mal aus einem neuen Blickwinkel betrachten? Wie sieht dein Unialltag aus und wie würde er aussehen, wenn du keine Treppen problemlos nutzen und kein Amtsdeutsch lesen könntest?

 

// Dr. Isabel Sievers, Referentin für Diversity


APRIL 2019 - DIVERSITY GRUNDSÄTZE IM ALLTAG

Statements von Studierenden und Beschäftigten im Universitätsalltag

Ich brauche Vielfalt, weil...

„es sonst langweilig wird“„das Leben so ist“„jeder von uns ein Stück Vielfalt ist“„es verschiedene Perspektiven ermöglicht“„wir so gemeinsam innovative Ideen entwickeln können“„jeder Mensch einzigartig ist“

AstA Uni Hannover
Grundsätze zum Umgang mit Diversity an der LUH umsetzen!

„Die studentische Vollversammlung bekennt sich zu den Diversity Grundsätzen der Leibniz Universität Hannover, insbesondere zu den verfassten Grundsätzen drei und vier. […] Ein Bekenntnis gegen Benachteiligungen und Abwertungen schließt dabei aktives Entgegentreten und aktives Engagement mit ein. Die Verfasste Studierendenschaft begrüßt und fördert daher Engagement durch Studierende und Organe der Verfassten Studierendenschaft gegen Rassismus, Sexismus, Antifeminismus, Antisemitismus, Homophobie, Ableismus sowie weiteres emanzipatorisches Engagement gegen Diskriminierung. Jegliches Verhalten, welches zur Aufrechterhaltung diskriminierender Praxis beiträgt oder dieses verharmlost, wird von ihr abgelehnt und bekämpft.“

Fragezeiten

Dein Handbuch fürs Studium S. 4

„In was für einer Universität willst du leben? Die Leibniz Universität Hannover ist ein Raum der Freiheit: die Freiheit der Lehre, der Forschung, des Denkens – und die Freiheit des Seins. Unsere Universität verfolgt die Grundsätze unseres Diversity Managements - das oberste Statut lautet: Jedes Mitglied dieser Universität begegnet den anderen Mitgliedern mit Respekt, Toleranz und Höflichkeit — unabhängig von Geschlecht, Religion, Herkunft, sexueller Orientierung und Weltanschauung. Wir dulden keinen Rassismus, keine Diskriminierung, keine Intoleranz — und keinerlei Gewalt.“

Günther Vedder – Diversity Experte, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft
Die Grundsätze zum Diversity Management bedeuten für mich...

„Diskussionen mit berufstätigen Studierenden über die Diversity Grundsätze der Leibniz Universität Hannover beleuchten meist zwei Seiten der Medaille:

Zunächst einmal werden die Inhalte gelobt: Ein weltoffenes und tolerantes Miteinander oder den Schutz gegen Benachteiligungen ist vielen wichtig.
Andererseits wird aber auch kritisch nachgefragt, wie bestimmte Regelungen denn konkret eingefordert werden können: Was sollen einzelne Personen unternehmen, wenn ihre Chefin alles andere als einen wertschätzenden Umgang im Berufsalltag pflegt und dadurch kein positives Arbeitsklima schafft?.“

Jennifer Seifert – Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung

Die Grundsätze zum Diversity Management bedeuten für mich...

„Die Diversity Grundsätze sind für mich zunächst ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gelebten Kultur der Vielfalt. […] Eine Sensibilisierung für ein weltoffenes und tolerantes  Miteinander ist zu begrüßen. […] Eine klare Absage auf Benachteiligungen und Abwertungen im Raum Universität ist wohltuend zu hören, in einer Zeit, in der im öffentlichen Raum um genau dieses wieder gestritten werden muss.

Die Grundsätze können jedoch nur ein Zwischenschritt sein. Viel ist in Bezug auf Vielfalt in den letzten Jahrzehnten bereits erreicht worden, auch strukturell. Nun muss dieses Vorgehen weiter verfolgt werden, um die genannten Ziele eines toleranten Miteinander auch leben zu können. Dazu gehört zum Beispiel die (auch räumliche) Anpassung an eine Gemeinschaft der Vielfalt. Auch eine Fokussierung auf strukturelle Verankerung kann gerade an einer Universität dem letzten Grundsatz voll entsprechen. Dem Leben von Diversität!“

 

// Joana Rieck, Beratungsservice


MÄRZ 2019: PROJECT U

Das erste Project U für Studentinnen geht zu Ende. Die Mitarbeiterin Larissa Tanha beschreibt die Projektstationen und dass es ihr viel Spaß macht, dieses Projekt zu gestalten.

Liebe Leserinnen und Leser, seit Oktober 2018 bin ich als wissenschaftliche Hilfskraft beim Hochschulbüro für ChancenViefalt angestellt. Zu meinen Aufgaben gehört die Organisation des „Project U“. Ziel des Programms ist es die beruflichen Einstiegsmöglichkeiten qualifizierter Studentinnen aus dem MINT-Bereich (Technik und Naturwissenschaften) zu fördern. Im Rahmen des „Project U“ finden Workshops sowie Exkursionen, Job-Shadowings und ein Interviewtag statt.

Die Workshops thematisieren die Persönlichkeit, Ziele und Weiterentwicklung der Teilnehmerinnen. „Die Diskussionsrunde über die Konsequenzen unserer Schwächen und wie man auf verschiedene Situationen in der Arbeitswelt reagiert, hat mir sehr gut gefallen“, fasst eine Teilnehmerin zusammen.

Um die Exkursionen und das Job-Shadowing umzusetzen, stehe ich in regelmäßigem Kontakt mit unseren Partnerunternehmen. Eine Exkursion, die mir in Erinnerung geblieben ist, war die zu MTU Maintenance Hannover – MTU Aero Engines. Einer teilnehmenden Studentin am „Project U“ gefiel wiederum die Exkursion zu Continental Reifen Deutschland GmbH in Hannover Stöcken besonders gut: „Das Unternehmen wurde uns aus Sicht junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgestellt, das finde ich toll“.

Am Interviewtag, an dem zu Trainingszwecken simulierte Bewerbungsgespräche mit anschließendem Feedback stattfanden, durfte ich an fünf Gesprächen teilnehmen. Während der Gespräche fiel einigen Unternehmensvertreterinnen und -vertretern auf, dass die Studentinnen sich häufig „unter Wert verkauften“. Das finde ich wirklich schade. Und daher bleibt mir nur zu sagen: Seid stolz auf euch, auf euer Wissen und eure Erfahrungen, die ihr während des Studiums sammelt!

Ich bin sehr stolz darauf, das „Project U“ mitzugestalten und zu begleiten, das vielen Studentinnen Einblicke in die Wirtschaft und eine Zukunftsperspektive bietet! Ich freue mich schon auf den neuen Durchgang, der im April 2019 startet.

Vielleicht sehen wir uns ja im April zur neuen Runde,

 

// Larrisa Tanha, Referentin für Gender Mainstreaming


FEBRUAR 2019

Was macht eigentlich das Hochschulbüro für ChancenVielfalt der Leibniz Universität Hannover? Damit beschäftigt sich unser erster Blog-Eintrag im Februar 2019. Er beschreibt

Februar 2019:

Eine typische Woche im Hochschulbüro für ChancenVielfalt.

 

// Joana Rieck, Beratungsservice