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Personenvorstellung: Jessica Burgner-Kahrs

Jessica Burgner-Kahrs hat seit November 2015 den Lehrstuhl für Kontinuumsrobotik (LKR) inne. Sie ist damit die dritte weibliche Professorin an der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover.

Frau Prof. Dr.-Ing. Jessica Burgner-Kahrs wurde 1981 in Wuppertal geboren und hat 2000 in Velbert Abitur gemacht. Danach studierte sie Informatik an der Universität Karlsruhe (TH) und fokussierte sich dabei auf Robotik, wissensbasierte Systeme und Biomedizintechnik. Nach Abschluss ihres Studiums war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beschäftigt und promovierte dort zum Thema "Roboter-assistierte Laserknochenablation" im Januar 2010. Danach verbrachte sie zwei Jahre in den USA und forschte an der Vanderbilt University in der Gruppe von Robert J. Webster III - einem der Pioniere der Kontinuumsrobotik. Seither ist Frau Burgner-Kahrs von dieser innovativen Roboterart fasziniert. Mit einem Stipendium des DAAD zur Rückgewinnung deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland kehrte  Burgner-Kahrs Ende 2012 nach Deutschland zurück und kam an die Leibniz Universität Hannover. Hier gründete sie 2013 ihre von der DFG im Rahmen des Emmy Noether-Programms geförderte Nachwuchsgruppe am Mechatronik-Zentrum Hannover (MZH). Seit November 2015 ist Burgner-Kahrs nun Universitätprofessorin an der Leibniz Universität Hannover und gründete den Lehrstuhl für Kontinuumsrobotik.

Die Kontinuumrobotik ist ein noch junges Forschungsfeld. Im Vergleich zur klassischen Robotik besitzen Kontinuumsroboter keine diskreten Gelenke und starren Verbindungen, sondern sind zumeist durch flexible Rückgratstrukturen charakterisiert. Bionisch inspiriert von Elefantenrüsseln, Schlangen oder Tentakeln, zeichnen sich Kontinuumsroboter durch ihre hohe Gewandtheit und Manipulierbarkeit aus. Die flexible Struktur, ausgezeichnete Skalier- und Miniaturisierbarkeit kontinuierlicher Roboter erlaubt zahlreiche makro- und mikroskopische Anwendungen, wie die Manipulation in beengten Räumen (z.B. minimal-invasive Operationen durch natürliche Körperöffnungen) oder geschicktes Manövrieren (z.B. Turbineninspektion oder Zellmanipulation). Dabei kann ein Spektrum von Nachgiebigkeiten je nach Applikation strukturbedingt realisiert werden.

Gemeinsam mit ihrem Team von Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden wurden die Forschungsarbeiten von Burgner-Kahrs auf dem Gebiet der Kontinuumsrobotik bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt Burgner-Kahrs allein im Jahr 2015 den Heinz Maier-Leibnitz-Preis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft und den Wissenschaftspreis Niedersachsen in der Kategorie Nachwuchswissenschaftler. Zusätzlich wurde Burgner-Kahrs vom Portal academics der ZEIT und dem Deutschen Hochschulverband zur Nachwuchswissenschaftlerin der Jahres 2015 ernannt.

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.lkr.uni-hannover.de