Gastprofessur Gender & Diversity

Gastprofessorin an der Fakultät für
Architektur & Landschaft

Prof. Dr. Anna-Lisa Müller

Materialitätssensitive Sozialgeographie, Stadtforschung

Die Leibniz Universität Hannover hat eine langjährige Tradition der Geschlechter- und Diversityforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in Architektur und Rechtswissenschaften. Mit der Gastprofessur für Gender und Diversity wird die interdisziplinäre Perspektive gestärkt und eine breite Verankerung in den Fakultäten initiiert. Die Gastprofessur vermittelt aktuelle Forschungsstandards der Geschlechter- und Diversityforschung, auch in den Fächern, die bisher keinen ausgewiesenen Schwerpunkt in diesem Bereich haben. 

Ausschreibung Gastprofessur Gender & Diversity

Vergangene Gastprofessuren

  • 2024-2025: Dr. Berit Völzmann, Rechtswissenschaften

    Prof. Dr. Berit Völzmann war von 2024-2025 an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover als Gastprofessorin für Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie, Geschlechter- und Diversityforschung tätig.

    Berit Völzmann ist habilitierte Rechtswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt auf Geschlechter- und Diversityforschung, insbesondere im Bereich des Öffentlichen Rechts. Weitere Forschungsinhalte umfassen die Bereiche Medienrecht und Recht der Digitalisierung, Rechtsphilosophie, Antidiskriminierungsrecht und Legal Gender Studies.

    Ihre Dissertation zum Thema „Geschlechtsdiskriminierende Wirtschaftswerbung“ wurde mit dem Marie-Elisabeth-Lüders-Preis des Deutschen Juristinnenbundes (djb) ausgezeichnet. Von 2016 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Öffentliches Recht der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Ute Sacksofsky veröffentlichte sie 2018 ein Gutachten zur Frauenförderung in der Wissenschaft durch Professorinnenprogramme. Nach ihrer Habilitation im Jahr 2023 (mit einer Arbeit zum Funktionswandel des Verwaltungsprozesses) übernahm sie im WS 2023/2024 eine Vertretungsprofessur für den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozial- und Gesundheitsrecht und Rechtsphilosophie an der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Stefan Huster). Im März 2024 war sie als Sachverständigen für eine Anhörung im Ausschuss für Verfassung und Recht, Europa, Demokratie und Gleichstellung des Sächsischen Landtags geladen. Berit Völzmann ist Mitglied des Deutschen Juristinnenbundes (djb) und des Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC) der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit 2023 engagiert sie sich als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von GeStiK (GENDER UND QUEER STUDIES an der Universität zu Köln).

    Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Gastprofessorin an der LUH möchte Berit Völzmann den Studierenden einen Einblick in den aktuellen Stand der Geschlechter- und Diversityforschung im Bereich der Rechtswissenschaft, insbesondere im Öffentlichen Recht geben und setzt sich dafür ein, dass interdisziplinäre Veranstaltungen angeboten werden, die auch für Studierende anderer Fachrichtungen zugänglich sind. Darüber hinaus ist es ihr ein Anliegen, den Austausch über Geschlechter- und Diversitybezüge des Rechts  innerhalb der Fakultät aufrecht zu halten und diesen stärker in  Forschungs- und Lehrgebieten zu berücksichtigen.

    Weitere Informationen zu Geschlechter- und Diversityforschung sind in folgenden Publikationen zu finden:

    • Funktionswandel des Verwaltungsprozesses. Der Zugang zur gerichtlichen Verwaltungskontrolle als Ermöglichung von Deliberation aus demokratietheoretischer und rechtsvergleichender Perspektive, Manuskript, 2023.
    • Frauenförderung in der Wissenschaft durch Professorinnenprogramme – das Beispiel der Leibniz Gemeinschaft, Nomos Verlag, Baden-Baden, 2018 (mit Ute Sacksofsky).
    • Geschlechtsdiskriminierende Wirtschaftswerbung. Zur Rechtmäßigkeit eines Verbots geschlechtsdiskriminierender Werbung im UWG, Nomos Verlag, Baden-Baden 2015.
    • Wandlungen im Öffentlichen Recht. Festschrift zu 60 Jahre Assistententagung Öffentliches Recht, 2020 (mit Sebastian Bretthauer, Christina Henrich, Leonard Wolckenhaar und Sören Zimmermann).
    • Two sexes, three sexes or no sex at all – intersex people, civil status registration and fundamental human rights, International Journal of Law, Policy and the Family, 2019, 33, 403–429 (peer reviewed) (mit Susanne Gössl).
    • Postgender im Recht? Zur Kategorie „Geschlecht“ im Personenstandsrecht, JZ 2019, 381–390.
    • Gleiche Freiheit für alle! Zur freiheitsrechtlichen Begründung des BVerfG in der Entscheidung zur Dritten Option, in: Elisabeth Greif (Hg.), No Lessons from the Intersexed? Schutz und Anerkennung intergeschlechtlicher Menschen durch Recht, 2019, S. 50–54.
    • Der Besten ein Lehrstuhl. Frauenförderprogramme an deutschen Universitäten, Wissenschaftsrecht (WissR), 51. Band (2018), Heft 1, 45–88 (mit Ute Sacksofsky).
    • Freiheit durch Einschränkung. Zur Verfassungsmäßigkeit eines Verbots geschlechtsdiskriminierender Wirtschaftswerbung durch die Entwicklung einer bereichsspezifischen Dogmatik der allgemeinen Gesetze, Archiv des öffentlichen Rechts (AöR) 143. Band (2018), Heft 2, 251–281.

    Lebenslauf und akademische Tätigkeiten

    2023 - 2024
    Vertretungsprofessur an der Ruhr-Universität Bochum (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozial- und Gesundheitsrecht und Rechtsphilosophie von Prof. Dr. Stefan Huster)

    2016 - 2023
    Habilitation an der Goethe-Universität Frankfurt am Main 
    Titel: „Funktionswandel des Verwaltungsprozesses. Der Zugang zur gerichtlichen Verwaltungskontrolle als Ermöglichung von Deliberation aus demokratietheoretischer und rechtsvergleichender Perspektive“

    Verschiedene Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

    2017 - 2019 
    Gastdozentin im Internationalen Programm Minerve an der Université Lyon II (Kurs Deutsches Verfassungsrecht)

    2013 - 2015 
    Referendariat
    Zweites juristisches Staatsexamen am 27.11.2015

    2009 - 2015
    Verschiedene Tätigkeiten als wissenschaftliche Hilfskraft/ Mitarbeiterin an der Universität zu Köln

    2009 - 2014
    Promotion an der Universität zu Köln
    Dissertation: „Geschlechtsdiskriminierende Wirtschaftswerbung. Zur Rechtmäßigkeit eines Verbots geschlechtsdiskriminierender Werbung im UWG“

    2013
    Forschungsaufenthalt  (Southern African Media and Gender Institute, Kapstadt, Südafrika)

     2010
    Studium der Rechtswissenschaft an der Universität zu Köln 
    Erstes juristisches Staatsexamen am 18. Januar 2010

    2004-2006
    Studium der Rechtswissen an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 

    Hier geht es zum Kennenlern-Interview mit Berit Völzmann
  • 2023-2024: Dr. Anneke Steegh, Didaktik der Naturwissenschaften
    Portraitbild von Anneke Steegh Portraitbild von Anneke Steegh Portraitbild von Anneke Steegh © Sarah Peters, 2023

    Dr. Anneke Steegh war von 2023-2024 am Institut für Didaktik der Naturwissenschaften der Leibniz Universität Hannover als Gastprofessorin für Gender und Diversity tätig.

    Anneke Steegh ist Gender- und Identitätsforscherin, Naturwissenschaftsdidaktikerin, sowie Biologin und beschäftigt sich seit 2016 mit Gender, Stereotypen und Identität in der MINT-Bildung.

    Von 2016 bis 2021 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IPN Kiel im Projekt „Wirkungen naturwissenschaftlicher Schülerwettbewerbe“ (https://www.leibniz-ipn.de/de/forschen/projekte/winners). Forschungsschwerpunkt war die Untersuchung des Einflusses von Geschlechterstereotypen auf das Interesse, sowie Selbstbild von Mädchen, die an naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerben teilnehmen. Anschließend beschäftigte sie sich bis 2023 zum einen mit der Entwicklung von MINT-Identitäten bei schlecht erreichten Zielgruppen in der außerschulischen MINT-Bildung und zum anderen mit gerechtigkeitsorientierten Learning Analytics (KI-unterstütztes Lernen) im Physikunterricht.

    Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Gastprofessorin an der LUH setzt sich Anneke Steegh dafür ein, mittels gendersensiblen und inklusiven Handelns und in "allyship" mit Personen aller Geschlechter, die Naturwissenschaftliche Fakultät noch inklusiver und vielfältiger zu gestalten.

    Weitere Informationen zu Geschlecht, Stereotypen und Identitäten sind in folgenden Publikationen zu finden:

    • Çolakoğlu, J., Steegh, A., & Parchmann, I. (2023). Reimagining informal STEM learning opportunities to foster STEM identity development in underserved learners. Frontiers in Education, 8, 405. doi.org/10.3389/feduc.2023.1082747
    • Grimm, A., Steegh, A., Çolakoğlu, J., Kubsch, M., & Neumann, K. (2023). Positioning responsible learning analytics in the context of STEM identities of under-served students. Frontiers in Education, 7, 311. doi.org/10.3389/feduc.2022.1082748
    • Grimm, A., Steegh, A., Kubsch, M., & Neumann, K. (2023). Learning analytics in physics education: Equity-focused decision-making lacks guidance! Journal of Learning Analytics, 1–14. doi.org/10.18608/jla.2023.7793
    • Garrecht, C., Steegh, A., & Schiering, D. (2023). “We are sorry to inform you…”—The effects of early elimination on science competition participants’ career aspirations. Journal of Research in Science Teaching, 74(5), 269. doi.org/10.1002/tea.21901
    • Steegh, A., Höffler, T., Höft, L., & Parchmann, I. (2021). Exploring science competition participants’ expectancy-value perceptions and identification: A latent profile analysis. Learning and Instruction, 74(2), 101455. doi.org/10.1016/j.learninstruc.2021.101455
    • Steegh, A., Höffler, T., Höft, L., & Parchmann, I. (2021). First steps toward gender equity in the chemistry Olympiad: Understanding the role of implicit gender‐science stereotypes. Journal of Research in Science Teaching, 58(1), 40–68. doi.org/10.1002/tea.21645
    • Steegh, A. M., Höffler, T. N., Keller, M. M., & Parchmann, I. (2019). Gender differences in mathematics and science competitions: A systematic review. Journal of Research in Science Teaching, 56(10), 1431–1460. https://doi.org/10.1002/tea.21580
    • Steegh, A. M., Höffler, T. N., & Keller, M. M. (2018). It is 2018 and science is still male in German Science Olympiads. In C. Maurer (Hg.), Naturwissenschaftliche Bildung als Grundlage für berufliche und gesellschaftliche Teilhabe. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik Band 39

    Lebenslauf und akademische Tätigkeiten

    2020 - 2023       
    Postdoktorandin, IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Kiel

    2021                    
    Promotion im Fachbereich Didaktik der Chemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

    2016 – 2020      
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin, IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Kiel

    2007 – 2016      
    Dozentin in der Abteilung für angewandte Naturwissenschaften an der Fachhochschule Hogeschool van Arnhem en Nijmegen, Niederlande

    2005 – 2006      
    Spezialisierung im Fach Biologie (Lehramt) an der Radboud Universität Nimwegen (Niederlande)

    2005 – 2006      
    Lehrtätigkeit (Gymnasiale Lehrbefähigung) in den Fächern Biologie und allgemeinen Naturwissenschaften am Rodenborch-College Rosmalen (Niederlande)

    2003 – 2006      
    Master of Science in Biologie an der Radboud Universität Nimwegen (Niederlande)

    1999 – 2003      
    Bachelor of Science in Biologie und medizinischer Labortechnik an der Fachhochschule Fontys Eindhoven (Niederlande)

  • 2023-2024: Dr. Sina Lautenschläger, Sprachwissenschaft

    Dr. Sina Lautenschläger war von 2023-2024 in der Sprachwissenschaft am Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover als Gastprofessorin für Gender und Diversity tätig.

    Weitere Informationen:

    Dr. phil. Sina Lautenschläger ist Linguistin und in der kulturorientierten Sprachwissenschaft verortet. Von 2016 bis 2021 war sie als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Kassel tätig, wo sie 2016 zum Thema „Geschlechtsspezifische Körper- und Rollenbilder. Eine korpuslinguistische Untersuchung“ promovierte. In dieser Zeit war sie vier Jahre lang als Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage des Fachbereichs Germanistik tätig. Seit 2022 ist sie als Mentorin im Netzwerk „Mentoring Hessen. Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft“ aktiv.

    Nach Tätigkeiten als externe Lehrbeauftrage (SoSe 2018) und Lehrkraft für besondere Aufgaben (SoSe 2019) an der Universität Vechta arbeitete sie von 2021 bis 2023 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Zwischen Elfenbeinturm und rauer See – zum prekären Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik und seiner Mediatisierung am Beispiel der ‚Corona-Krise‘“  an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Lag ihr Forschungsschwerpunkt hier bei externer Wissenschaftskommunikation in politisierten Kontexten, die primär interaktions- und gesprächslinguistisch analysiert wurde, forscht sie sonst innerhalb der Text-/Diskurslinguistik zu den Themenkomplexen (Geschlechter-)Stereotype und Sprachkritik (political correctness, feministische Linguistik, Genderlinguistik), zu Internetlinguistik sowie insbesondere zu Schweigen in Messenger-Kommunikation (Habilitationsprojekt).

    Einige Publikationen, in denen sie den Zusammenhang von Sprache, Sprachgebrauch, Schweigen und Geschlechtsspezifik betrachtet, sind die Folgenden:

    • 2018: Geschlechtsspezifische Körper- und Rollenbilder. Eine korpuslinguistische Untersuchung. Berlin/Boston, de Gruyter.
    • 2020: Von Rabenmüttern und geldverdienenden Supermännern – Stereotype im Sprachgebrauch. In: Muttersprache 1/2020, Jahrgang 130, S. 34-46.
    • 2020: „Das ist ein Hotel und alle Nutten müssen auschecken.“ Eine framesemantische Analyse von Edgar Wassers Bad Boy (2014). In: Höllein, Dagobert/Lehnert, Nils/Woitkowski, Felix (Hrsg.): Rap –Text – Analyse. Deutscher Rap seit 2000. 20 Einzeltextanalysen. Bielefeld, transcript, S. 149-160.
    • 2021: „Jetzt sind die Fotzen wieder da!“ – ‚Konservatismen‘ und deren Bruch? Eine genderlinguistische Betrachtung. In: Busch, Nicolai/Süß, Heidi (Hrsg.): Rap. Politisch. Rechts? Ästhetische Konservatismen im Deutschrap. Weinheim, Beltz Juventa, S. 77-95.
    • 2021: Willst du gelten, mach dich selten: Tabu und Schweigen in interpersonalen Beziehungen. In: Kuck, Kristin (Hrsg.): Tabu-Diskurse. Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur, 02/2021, S. 212-229.
    • 2023 (eingereicht): Ich bin (k)eine Quotenfrau! Stereotype und Stigma-Management. Erscheint in: Geschlechtergerechte Sprache, Reihe: Thema Deutsch. Hildesheim u.a., Olms.
    • 2024 (i. V.): Erkämpfte Liebe und programmierte Frauen. Geschlechtsspezifische Ratschläge zur Flirt- und Courtship-Kommunikation. Erscheint in: Klug, Nina-Maria/Lautenschläger, Sina (Hrsg.): True Love. Sprache(n) der Liebe in Text und Gespräch. Reihe Europäische Studien zur Textlinguistik. Tübingen, Narr Attempto Francke.
  • 2019-2020: Dr. Linda Supik, Center for Inclusive Citizenship

    Dr. Linda Supik war von 2019-2020 am Center for Inclusive Citizenship (CINC) der Leibniz Universität Hannover als Gastprofessorin für Gender und Diversity tätig. 

    Weitere Informationen:

    Dr. phil. Linda Supik ist Soziologin. Vorausgehende wissenschaftliche Stationen mit Lehre und Forschung waren die Universitäten Münster, Frankfurt am Main, Helmuth Schmidt Universität in Hamburg, Osnabrück, das Institute of Education University of London,  das Kulturwissenschaftliche Institut, KWI Essen, sowie die Katholische Hochschule NRW. Sie forscht seit vielen Jahren zur gesellschaftlichen Vielfalt in Einwanderungsländern bzw. postmigrantischen Gesellschaften, und wie diese in amtlichen Statistiken und der sozialwissenschaftlichen Surveyforschung dargestellt wird, außerdem zu Diskriminierung und Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitik, Intersektionalität, Rassismus und Geschlecht. Wichtigere Publikationen sind:

    • Measuring Ethnicity - Matters of Classification and Statistical Representation. 2019 mit Riem Spielhaus (eds.) Special Issue Ethnicities Vol 19 No 3, June 2019.
    • Erhebung von Antidiskriminierungsdaten in Deutschland. Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten von Wiederholungsbefragungen. Expertise für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. (2018) mit Vera Egenberger und Anne-Luise Baumann.
    • Statistik und Diskriminierung. In: Handbuch Diskriminierung (2017) hrsg. von Albert Scherr, Aladin El-Mafaalani und Emine Gökcen Yüksel, VS-Verlag Wiesbaden.
    • Evaluation des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (2016); (gemeinsam mit S. Berghahn, V. Egenberger, M. Klapp, A. Klose, D. Liebscher, und A. Tischbirek)
    • Statistik und Rassismus - Das Dilemma der Erfassung von Ethnizität. Campus (2014)
    • Dezentrierte Positionierung. Stuart Halls Konzept der Identitätspolitiken (2005).
       

    Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20 und im Sommersemester 2020 zu den Themen:

    • Geschlechtervielfalt und Sexualität in Gesellschaft, Schule und Unterricht
    • Ziel diskriminierungsfreie Schule: Gleiche Rechte und Bildungschancen für alle?!
    • Intersektionalität und Citizenship in der postmigrantischen Gesellschaft: Einführung in das Konzept der Intersektionalität
    • Diskriminierung und wie man sie misst. Forschungspraktische Übungen in inklusiver Surveyforschung und Bildungsstatistik
    • Gender, Race and Sexuality in Postcolonial Theory
  • 2017-2018: Dr. Nicola Oswald, Mathematik

    Dr. Nicola Oswald war im WS 2017/2018 am Institut für Mathematik an der Fakultät für Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover Gastprofessorin für Gender und Diversity tätig.

    Hier: Vortrag von Prof. Nicola Oswald „Der Mathematikerin – Über die Macht weicher Einflussfaktoren auf die Karrierewege von Wissenschaftlerinnen“ vom 12.12.2017 im Rahmen des Fachgesprächs des Hochschulbüros für ChancenVielfalt.

    Aktuelle Kontaktdaten

    Bergische Universität Wuppertal | Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

    oswald@uni-wuppertal.de | http://www2.math.uni-wuppertal.de/~oswald

    Biographische Eckpunkte

    • WS 2017/18 - SoSe 2018 Gastprofessur (W3), Schwerpunkt: gender und diversity in der Mathematik, Universität Hannover, Fachbereich Didaktik der Mathematik
    • Sommersemester 2017 Vertretungsprofessur (W3), Vertretung von Professor Dr. Klaus Volkert, Arbeitsgruppe Geschichte und Didaktik der Mathematik, Universität Wuppertal, Fachbereich Mathematik und Informatik
    • August - Oktober 2016 Akademischer Gast an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH), Zürich
    • seit November 2015 Mitglied im editorial board der Mathematischen Semesterberichte
    • seit Mai 2015 Post-Doc Stelle bei Prof. Dr. Klaus Volkert in der Arbeitsgruppe Geschichte und Didaktik der Mathematik, Universität Wuppertal, Fachbereich Mathematik und Informatik
    • November 2014 Promotion in Zahlentheorie bei Prof. Dr. Jörn Steuding, Universität Würzburg, Institut für Mathematik, Lehrstuhl für Funktionentheorie
    • Januar 2012 - Juni 2016 Kursentwicklung, Pflege und Betreuung von Online-Kursen, Verbundorganisation Virtuelle Hochschule Bayern
    • Mai 2011 - April 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Würzburg, Institut für Mathematik, Lehrstuhl für Funktionentheorie, Arbeitsgruppe Zahlentheorie
    • WS 2006/07 - SoSe 2011 Doppelstudiengang Mathematik (Diplom) und Informatik (Lehramt Gymnasium), Universität Würzburg
    • WS 2008/09 - SoSe 2009 Studium Mathematik und Informatik, Universität Caen, Frankreich
    • WS 2005/06 - SS 2006 Studium Audiovisuelle Medien, Technische Fachhochschule Berlin
  • 2015-2017: Dr. Heike Mensi-Klarbach, Interdisziplinäre Arbeitswissenschaften

    Dr. Heike Mensi-Klarbach war Gastprofessorin für Gender und Diversity am Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaften an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät von Oktober 2015 bis September 2017.

    Kontakdaten

    Wirtschaftsuniversität Wien | Institut für Gender und Diversität in Organisationen

    heike.mensi-klarbachwu.ac.at

    https://www.wu.ac.at/diversity/team/mensiklarbach

    Projekt im Rahmen der Gastprofessur:

    Das Feld Diversitätsmanagement (Bourdieu, 2000) konstituiert sich zum einen durch die diskursive Konstruktion von Diversität und Diversitätsmanagement, zum anderen durch den konkreten Umgang mit Diversität, also der Praxis des Diversitätsmanagement (Tatli, 2011). Bezüglich der diskursiven Herstellung des Feldes geht es einerseits um die Definition von Vielfalt und den Umgang damit, andererseits um die Legitimierung von Diversitätsmanagement, welche juristisch, moralisch oder auch wirtschaftlich fundiert sein kann. Natürlich sind auch Mischvarianten in der Begründung von Diversitätsmanagement möglich, welche insbesondere bei einigen großen Unternehmen zu finden sind. Die Legitimierung beeinflusst maßgeblich die Ausgestaltung der praktischen Umsetzung und somit die Art der implementierten Maßnahmen, die Ressourcenzuteilung und nicht zuletzt die Nachhaltigkeit der Implementierung (Dass & Parker, 2002; Kelly & Dobbin, 1996).

    Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit beschäftigt sich Heike Mensi-Klarbach mit eben dieser Konstituierung des Feldes, sowie der Umsetzung von Diversitätsmanagement im öffentlichen Sektor. Konkret untersucht sie dies am Beispiel der Stadt Malmö, welche seit Jahren eine Diversitätsstrategie für die öffentliche Verwaltung verfolgt. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, wer die treibenden und hindernden AkteurInnen sind, wie Diversitätsmanagement in die Arbeitsabläufe integriert wird und was dies für etwaigen Widerstand bzw. die Nachhaltigkeit der Implementierung bedeutet. Die Fallstudie der StadtMalmö soll im Rahmen der Gastprofessur analysiert und ausgewertet werden und die daraus gewonnene Erkenntnisse für andere Kontexte, wie etwa die Leibniz Universität Hannover, fruchtbar gemacht werden. Dies ermöglicht insbesondere einen reflektierten Umgang mit der eigenen Diversität, sowie einem strategischen Vorgehen bei der Implementierung von Diversitätsmanagement.

  • 2014-2016: Dr. phil. Andrea Wolffram, Soziologie & Maschinenbau

    Dr. phil. Andrea Wolffram war Gastprofessorin für Gender und Diversity am Institut für Soziologie und an der Fakultät für Maschinenbau und an der Philosophischen Fakultät von Oktober 2014 bis September 2016.

    Kontaktdaten

    RWTH Aachen Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik- und Organisationssoziologie

    awolffram@soziologie.rwth-aachen.de

    Webseite der RWTH Aachen Prof.in Wolffram

    Lebenslauf und akademische Tätigkeiten

    • seit 10/2016: Senior Researcher am Lehrstuhl Technik- und Organisationssoziologie, RWTH Aachen
    • 10/2014-09/2016: Gastprofessur mit dem Schwerpunkt Gender und Diversity - Professionund Geschlecht an der Leibniz Universität Hannover, Institut für Soziologie und Fakultät für Maschinenbau
    • 2008-09/2014: Stellvertretende Leiterin der Rektoratsstabsstelle „Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management“ an der RWTH Aachen
    • 2003-2007: Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe „Arbeit-Gender-Technik“,TU Hamburg-Harburg
    • 2002: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum „Technology and Gender inApplied Sciences“, FH Furtwangen
    • 2002: Promotion an der TU Braunschweig, Dissertation: „Belastungsempfinden und Bewältigung sozialer Studiensituationen von Ingenieurstudentinnen“
    • 2000-2001: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogische Psychologie, TUBraunschweig
    • 1998-1999: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Sozialwesen, FH Ostfriesland
    • 1990-1996: Studium der Soziologie, Politikwissenschaft und Pädagogik an den Universität Regensburg und Hannover (Abschluss: M.A.)Akademische Tätigkeiten
    • seit 11/2016: Mitglied im Promotionsausschuss, Philosophische Fakultät der RWTH Aachen
    • seit 2009: Gutachterin für das österreichische Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in den Programmen „Sparkling Science“ und „FemTech“
  • 2012-2013: Dr. Armgard von Reden, Elektrotechnik & Informatik
    Dr. Armgard von Reden Dr. Armgard von Reden Dr. Armgard von Reden

    Dr. Armgard von Reden war Gastprofessorin für Gender und Diversity an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik von Oktober 2012 bis September 2013.

    Im Studienjahr 2012 / 2013 wurden in der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik die Schwerpunkte der Gender- und Diversityforschung und -Lehre erweitert, um den Aspekt der interkulturellen Kompetenz. Die technische und wirtschaftliche Entwicklung erfordert besonders von den Studierenden der Elektrotechnik, Informatik und Informationstechnik, dass sie sich auf ein Berufsleben vorbereiten, in dem internationale Zusammenarbeit eher die Norm als die Ausnahme ist. Wirtschaftliche Entwicklungen wie die Globalisierung im Allgemeinen, sowie die Prozess- und technische Entwicklungen im Spezifischen (wie z.B die Prozesse eines global integrierten Unternehmen mit weltweit einheitlichen Anwendungen), ferner neue Geschäftsmodelle wie Cloud Computing, aber auch die Bedeutung von sozialen Netzwerken für die Wirtschaft, führen dazu, daß interkulturelle Kompetenz, Diversity- und Genderkompetenz wichtige sogenannten „transferable soft-skills“ werden, deren Kenntnis und Beherrschung maßgeblich zum Forschungs- , Innovations- und Unternehmenserfolg beitragen kann.

    Thematische Schwerpunkte der Gender- und Diversity Gastprofessur

    Anhand ausgewählter Themenschwerpunkte mit hohem Praxisbezug und mit zahlreichen praktischen Übungen konnten die Studierenden der Elektrotechnik, Informatik und Informationstechnik für ihre Ausbildung und für ihre zukünftige Arbeitspraxis die theoretischen und praktischen Kenntnisse, die ihnen helfen, interkulturelle sowie Diversity- und Genderkompetenz einzusetzen, zu bewerten sowie methodisch und inhaltlich zu optimieren. Ferner wurden Elemente entwickelt werden, die über die Gastprofessur hinaus das Image der Leibniz Universität Hannover als Gender- und Diversity-freundlich verstärken. Dazu gehörten z.B. Projekte, die die Studenten als Seminararbeit (auch mit der Universitätsverwaltung) durchführen, wie die Erweiterung der Homepages um Web 2.0 Elemente für den Bereich Gender- und Diversity. Ferner hat die Leibniz Universität Hannover schon zahlreiche Kooperationen mit der Industrie in Hannover und Niedersachsen im Bereich der Forschung. Diese Kooperationen können auf das Thema Gender- und Diversity ausgedehnt werden, so dass auch hier eine über die Gastprofessur hinausgehende langfristige Partnerschaft entstehen kann.

  • 2011-2012: Dr. Markus Prechtl, Naturwissenschaften
    Prof. Dr. Markus Prechtl Prof. Dr. Markus Prechtl Prof. Dr. Markus Prechtl

    Prof. Dr. Markus Prechtl war Gastprofessor für Gender und Diversity an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover von Oktober 2011 bis September 2012.

    Kontakt

    TU Darmstadt Fachbereich Chemie - Fachdidaktik Chemieprechtl@chemie.tu-darmstadt.de

    Webseite TU Darmstadt Prof. Prechtl

    Forschungsschwerpunkt

    Das Spektrum der Sichtweisen und Denkfiguren zur Situation von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern in der naturwissenschaftlichen Ausbildung ist recht groß. In meinem Arbeitsschwerpunkt ergänze ich den differenztheoretischen Ansatz, der zumeist biologisch fundiert oder psychologisch ausgerichtet ist, um das theoretische Kon­strukt „Doing Gender“, d.h. um eine soziologische bzw. sozial-konstruktivistische Perspektive, die explizit Mechanismen der Geschlechterdifferenzierung fokussiert (Link). Von diesem Standpunkt aus werden die folgenden Fragen gestellt:  

    • Wie kommt es in naturwissenschaftlichen Ausbildungs- und Arbeitsbereichen immer wieder spontan zur Aktivierung pauschaler Rollenmuster und geschlechtstypischer Sichtweisen? Welchen Anteil haben daran bereichsspezifische Methoden und Medien, die mitunter „Bilder“ von Weiblichkeit und Männlichkeit transportieren?
    • Welche Bedeutung hat die Betonung der Kategorien „männlich“ und „weiblich“ im naturwissen­schaftlichen Diskurs und in Kommunikationssituationen (z.B. in der Lehre, im Arbeitsalltag, in der Forschungspraxis) für die Kon­struk­tion und Aufrechterhaltung eines maskulinen Images von Naturwissen­schaf­ten und naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern („Männer­domäne“, „Jungenfach“)? Wel­che Symbole der Fachwissenschaften tragen zur Tradierung dieses Images bei? Welche Möglichkeiten der Wahrnehmung und Bearbeitung von Geschlechtsstereotypen bestehen?
    • Wie kann verfügbares Wissen der Geschlechterforschung in pädagogisches Alltagshandeln (Formen individueller Förderung und innerer Differenzierung, praktische Ansätze der Gesundheitserziehung, Umgang mit Medien etc.) eingebunden werden? Welche Interventionsansätze sollten Eingang in die naturwissenschaftliche Ausbildung finden?